9 Landkreise untersucht

Landkreis Göttingen schneidet in IHK Studie gut ab

Durch die Autobahn 7 ist der Landkreis Göttingen gut angebunden. Archiv
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Durch die Autobahn 7 ist der Landkreis Göttingen gut angebunden. (Archivbild)

Wie gut ist der Landkreis Göttingen aufgestellt? Wie attraktiv ist er für Unternehmer? Das hat eine Studie der IHK Hannover nun untersucht.

Landkreis Göttingen – Welcher Landkreis im Einzugsgebiet der Industrie- und Handelskammer Hannover hat das Potenzial, attraktiver Standort für Unternehmen zu sein? Dazu stellte die IHK nun ihre Standortuntersuchung vor.

Landkreis Göttingen: IHK untersucht Standort

Ein Hauptaugenmerk der Untersuchung liegt auf Daten wie Beschäftigtenstruktur, Wertschöpfung oder Kaufkraft und Einzelhandelsumsatz. Dabei werden die Unterschiede innerhalb der IHK-Region mit Karten, Tabellen und kurzen Erläuterungen dargestellt, heißt es in einer Mitteilung.

Auch der Landkreis Göttingen und der Landkreis Northeim gehören zum untersuchten Gebiet. Aufgrund der Lage zum Oberzentrum Göttingen schneidet der Altkreis Münden in vielen der Auswertungen relativ gut ab. Der Kreis Göttingen ist laut Studie nach der Region Hannover der größte und wirtschaftsstärkste Landkreis im Bereich der IHK Hannover.

Auf 125 Seiten sind zahlreiche Karten dargestellt. Es wird ersichtlich, dass es auch innerhalb des Altkreises Münden Unterschiede gibt. Beispielsweise bei der einzelhandelsrelevanten Kaufkraft. Dort schneiden Dransfeld, Jühnde und Bühren am besten ab. Laut IHK-Auswertung steht dort eine Kaufkraft ab 7100 Euro pro Einwohner zu Verfügung. In Hann. Münden zwischen 6300 und 6700 Euro sowie in der Gemeinde Staufenberg zwischen 6700 und 7100 Euro.

Kaufkraftunterschiede im Altkreis Münden

„Die einzelhandelsrelevante Kaufkraft ist der Teil der Kaufkraft, der nach Abzug von Ausgaben für Mieten, Versicherungen, Reisen oder Dienstleistungen für den Einzelhandel zur Verfügung steht“, heißt es in der Übersicht.

Bereich der IHK Hannover und Fusion

Die IHK-Region Hannover, für die die oben vorgestellte Standortuntersuchung erstellt wurde, umfasst die Landkreise Diepholz, Göttingen, Hameln-Pyrmont, Hildesheim, Holzminden, Nienburg, Northeim, Schaumburg sowie die Region Hannover. Das teilt die Kammer in einer Pressemitteilung mit. Die IHK-Region hat 2,6 Millionen Einwohner, mehr als eine Million Beschäftigte, ein Bruttoinlandsprodukt von über 100 Milliarden Euro und 185 000 Unternehmen in Industrie, Handel und Dienstleistungen sowie viele Handwerksbetriebe und Freiberufler. Ab Januar 2022 ist die IHK Hannover Teil der IHK Nord, einem Bündnis von 13 norddeutschen Industrie- und Handelskammern. Die IHK Nord vertritt dann knapp 900 000 Unternehmen in fünf norddeutschen Bundesländern, heißt es auf der Internetseite der IHK Hannover.

Allgemein sei festzustellen, dass die Kaufkraft im Nahbereich von Oberzentren wie Göttingen, Bremen, Hannover und Hildesheim am höchsten ist, im ländlichen Raum am geringsten. Hann. Münden zählt in der Kartierung als Mittelzentrum, ebenso wie Northeim und Uslar. In diesen sind zentrale Angebote zu finden sowie Angebote „für den gehobenen Bedarf“.

Der niedrigste Wert der einzelhandelsrelevanten Kaufkraft findet sich in Freistatt in der Samtgemeinde Kirchdorf im Landkreis Diepholz mit 4090 Euro je Einwohner. Auch in Wollershausen (Samtgemeinde Gieboldehausen im Landkreis Göttingen) liegt der Wert mit 5500 Euro pro Einwohner im untersten Bereich.

Landkreis Göttingen gut an Verkehr angebunden

In der Verkehrsanbindung steht die Region um Göttingen herum auch sehr gut da. Zentrale Einrichtungen wie Autobahnen und auch Flughäfen sind schnell erreichbar. Anders sieht es im Kreisteil Osterode aus, besonders im Bereich Herzberg und Bad Lauterberg.

Im untersuchten IHK-Bereich leben mehr als 2,6 Millionen Menschen, etwa ein Drittel der niedersächsischen Bevölkerung. Verantwortlich für das Auswerten und Zusammenstellen zeichnet sich der Diplom-Geograf. Frank Wagner aus. (Jens Döll)

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