Band „More Songs about Sex“ will bei Rock for Tolerance für Stimmung sorgen

Immer noch mit Wumms

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Wieder vereint im Probenraum im Hinterhof der Ziegelstraße 14: die Band „More Songs about Sex“ mit Stefan Kletetzka (von links), Andreas Drücke und Lutz Prößdorf.  

Hann. Münden. Zuerst gab es die Songs, dann den Bandnamen und nach fast 30 Jahren Pause wollen es „More Songs about Sex“ (MSAS) wieder wissen. Das Trio tritt auf dem Open-Air-Festival Rock for Tolerance auf dem Tanzwerder in Hann. Münden auf.

Fast 30 Jahre ist es her, seit die drei Bandmitglieder ihre erste Mini-LP aufnahmen, sich nicht nur einen Namen in Hann. Münden machten – und sich dann, für viele Fans viel zu schnell, trennten. Anlässlich dieses Jubiläums kam die Band nun wieder zusammen und will, wieder vereint, zum ersten Mal seit fast drei Jahrzehnten gemeinsam auf der Bühne stehen.

In den späten Achtzigerjahren starteten Stefan Kletetzka (Gitarre, Gesang), Lutz Prößdorf (Bass, Gesang) und Andreas „Andi“ Drücke (Schlagzeug, Gesang) voll durch: 1987 gründete sich die Band „wie nebenbei“. Man kannte sich, jeder spielte in anderen Musikgruppen. „Mit meiner damaligen Band konnte ich aber meine Songs nicht spielen“, erzählt Songwriter Kletetzka. So kam es zu „More Songs about Sex“, als Stefan Lutz ansprach und Lutz sagte: „Klar spiele ich mit dir, aber nur, wenn Andi auch dabei ist“. Auf den Namen der Band einigte man sich auch schnell, denn irgendwie war es naheliegenend: More Songs about Sex behandelt in seinen alten – und auch neuen – Songs „alle Arten von Beziehungen, die es zwischen zwei Menschen geben kann“, erklärt Andi. Rotzig und frech war man, jugendlich halt. Einflüsse aus dem englischsprachigen Raum, darunter Hardrock-Punk- und Grunge-Bands wie „Fugazi“, „Hüsker Dü“, „Wipers“ und „Gang of Four“ flossen in das musikalische Schaffen von MSAS ein. So provokant und so politisch wie die Vorbilder sei man aber bei Weitem nicht gewesen, sagt Stefan. Auch heute, älter und gereifter, liege der Fokus vor allem darauf, gute Laune mit ihrer Musik zu schaffen, mit Liedern, die zeitlos seien und noch immer ordentlich Wumms machen. Kaum drei Jahre war das Trio damals aktiv: Im Frühjahr 1987 probten Andi, Lutz und Stefan zum ersten Mal gemeinsam, ein Jahr später nahmen sie ihre erste Mini LP auf, es gab Demo-Kassetten, Auftritte in Münden, Kassel, Göttingen, selbst im Fernsehprogramm des dritten Hessischen Rundfunks zeigte das Trio, was es drauf hat.

Man träumte von einem Plattenvertrag und davon, vom Musikmachen leben könne. „Heute leben wir mit der Musik“, erklärt Lutz, der für eine Produktionsfirma für Dialysemaschinen arbeitet. Stefan ist Krankenpfleger, Andi in Elternzeit. Für ihr Comeback hat Andi seine Drumsticks wieder herausgeholt. Wenn die Band spielt, klingt es, als wären sie nie fortgewesen.

• Auftritt: More Songs about Sex tritt am Samstag, 14. Juli, ab 16.30 Uhr, auf dem Open-Air-Festival Rock for Tolerance, Tanzwerder in Hann. Münden, auf. www.moresongsabouts.jimdo.com

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