25 468 Dosen verimpft

Impfliste im Landkreis Göttingen: 2300 Menschen mit höchster Priorität warten noch auf Termin

Blick in das Kreis-Impfzentrum in der Sporthalle der BBS II in Göttingen
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Blick in das Kreis-Impfzentrum in der Sporthalle der BBS II in Göttingen: Dort wurden mit Elementen aus dem Messebau die An- und Abmeldung, Wartebereiche und die Impfstraßen mit den Impfkabinen aufgebaut.

Das Land Niedersachsen hat für diese Woche die Terminvergabe von Coronaimpfungen für Menschen ab 70 Jahren (Gruppe 2 mit „hoher Priorität“) angekündigt. Im Landkreis Göttingen stehen jedoch noch 2300 Menschen der ersten Gruppe mit höchster Priorität auf der Warteliste (80 Jahre und älter).

Grund dafür ist laut Mitteilung des Landkreises die überdurchschnittliche Anzahl an Über-80-Jährigen in der Region. Die Impfungen dieser ersten Gruppe werden voraussichtlich Ende März abgeschlossen sein.

Landrat Bernhard Reuter habe bereits im Februar in einer E-Mail an das Sozialministerium auf diese „demografische Unwucht“ und eine möglicherweise daraus folgende Diskussion über Impfgerechtigkeit im Vergleich zu anderen Landkreisen hingewiesen. Seinem Vorschlag, die Altersstruktur der Landkreise bei der Verteilung der Impfstoffe zu berücksichtigen, sei nur teilweise gefolgt worden.

25 468 Impfungen seien im Landkreis Göttingen, die Stadt Göttingen ausgenommen, bereits verabreicht worden, davon 18 981 Erst- und 6487 Zweitimpfungen. Wie aktuelle Anfragen beim Landkreis zeigten, bestehe bei den Menschen auf der Warteliste nun die Sorge, aufgrund des Übergangs in die zweite Stufe länger auf einen Termin warten zu müssen. Das sei aber unbegründet, denn die Termine würden anhand der Warteliste nach Zeitpunkt der Anmeldung vergeben.

Zweite Impfphase: Anmeldungen jetzt möglich

Seit Freitag sei es der Gruppe mit hoher Priorität möglich, über die Vergabe des Landes einen Termin zu vereinbaren. Wer wegen seines Berufs impfberechtigt ist, wie medizinisches Personal, Lehr- und Betreuungskräfte, erhalte einen Termin über die lokalen Impfzentren.

Da die Impfungen mit dem Wirkstoff des Herstellers Astrazeneca aufgrund einer Überprüfung ausgesetzt werden, müssen die dafür vorgesehenen Impftermine verschoben werden (wir berichteten). Davon seien im Landkreis Göttingen etwa 3000 Menschen betroffen, die persönlich benachrichtigt würden. Nachholtermine stünden noch nicht fest.

Wer einen Termin über die Telefonhotline oder das Online-Impfportal des Landes vereinbart hat, sei davon nicht betroffen, da hierfür die Wirkstoffe von Biontech und Moderna geplant seien. Derzeit würden nur Termine für eine Impfung mit diesen Wirkstoffen vereinbart. Der Impfstoff von Astrazeneca werde eingelagert und sei einige Monate haltbar.

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