Pilotprojekt in Staufenberg

Corona-Impfung im Landkreis Göttingen: Um ältere Menschen zu entlasten, soll vor Ort geimpft werden

Impfung gegen Corona
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Impfung gegen Corona: Dabei kann es zu allergischen Reaktionen kommen. Ärzte-Teams sind vorbereitet. (Symbolbild)

Um älteren Menschen den Weg ins Corona-Impfzentrum zu ersparen, testet der Landkreis Göttingen Impfungen für über 80-Jährige vor Ort. Das Pilotprojekt findet in Staufenberg statt.

Staufenberg/Landkreis Göttingen – Mit einem Pilotprojekt will der Landkreis Göttingen in der Gemeinde Staufenberg testen, wie alle über 80-Jährigen vor Ort gegen das Corona-Virus geimpft werden können. Das sagte Marlies Dornieden, Kreisrätin und Leiterin des Corona-Krisenstabes beim Landkreis Göttingen, im Gespräch mit unserer Zeitung. Dazu soll ein mobiles Impfteam in die Gemeinde fahren und an einem festgelegten Ort auch alle impfwilligen über 80-Jährigen impfen, die nicht bereits in einem Alten- oder Pflegeheim versorgt werden.

Nach Angaben der Gemeindeverwaltung, so Dornieden, lebten in Staufenberg außerhalb der beiden Heime rund 620 über 80-Jährige. Ihnen will der Landkreis mit dem neuen Angebot den Weg zum zentralen Impfzentrum ersparen. Für den Raum Hann. Münden, Dransfeld, Staufenberg ist dies in der Sporthalle der Berufsbildenden Schulen II an der Godehardstraße in Göttingen eingerichtet. Von Staufenberg sind es bis dorthin rund 40 Kilometer.

Corona-Impfung im Landkreis Göttingen: Gemeinde weit von Impfzentrum entfernt

Damit gehöre die Gemeinde zu den Orten, die am weitesten von ihrem Impfzentrum entfernt liegen, so Dornieden. Dies sei auch einer der Gründe gewesen, sie für das Pilotprojekt auszuwählen, ein weiterer die relativ überschaubare Größenordnung der zu Impfenden.

Wie in den beiden Impfzentren des Landkreises soll auch in Staufenberg Anfang Februar mit den Impfungen begonnen werden. Bei über 600 Personen seien zwei Termine notwendig, sagte Dornieden. Der Ort stehe noch nicht fest, aber wahrscheinlich werde es eine Sporthalle sein. „Sollte das Pilotprojekt erfolgreich sein, werden wir es auch auf andere Gemeinden übertragen“, sagte Dornieden. Voraussetzung sei aber, dass diese Orte den Landkreis dabei genauso stark unterstützten, wie es die Gemeinde Staufenberg derzeit tue. Ein weiteres Kriterium sei die Entfernung zum Impfzentrum.

Auch Hann. Münden komme von der Lage her in Frage. Alles sei aber auch abhängig davon, wie viel Impfstoff das Land dem Kreis zur Verfügung stelle. Denn auch die beiden zentralen Impfzentren müssten versorgt werden. (Ekkehard Maass)

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