1. Startseite
  2. Lokales
  3. Hann. Münden

Waldbrand: Polizei geht von Brandstiftung aus

Erstellt:

Kommentare

Gelagerte Holzstämme sind in einem Wald bei Sichelnstein (Kreis Göttingen) in Brand geraten. Von dort hat sich das Feuer auf ein rund 4000 Quadratmeter großes Waldstück ausgebreitet.
Gelagerte Holzstämme sind in einem Wald bei Sichelnstein (Kreis Göttingen) in Brand geraten. Von dort hat sich das Feuer auf ein rund 5000 Quadratmeter großes Waldstück ausgebreitet. © Thomas Meder

Als Ursache des Waldbrandes bei Sichelnstein im Kreis Göttingen geht die Polizei von Brandstiftung aus.

Aktualisiert am Montag, 14.03, 17.30 Uhr:

Staufenberg - Die Polizei geht davon aus, dass das Feuer in einem Waldstück bei Sichelnstein am Sonntagnachmittag gelegt wurde. Hinweise auf die Täter habe sie aber noch nicht. Nach Angaben der Polizei hatte eine Radfahrerin den Brand bemerkt und die Feuerwehr alarmiert.

Von brennenden Holzstapeln mit Kiefernstämmen an einem Waldweg hatte sich das Feuer durch Funkenflug schließlich auf eine rund 5000 Quadratmeter große Fläche mit viel Totholz und Windwurf ausgebreitet. Das Areal liegt an der Kreisstraße 222 zwischen Sichelnstein und der Autobahn 7. Für die Dauer der Löscharbeiten musste die Straße zwischen Benterode und Lutterberg voll gesperrt werden. Nach Angaben von Staufenbergs Feuerwehrsprecher Philipp Vogeley dauerten die Löscharbeiten bis in die Abendstunden. Rund 120 Feuerwehrleute waren zum Schluss im Einsatz gewesen, darunter die gesamte Staufenberger Feuerwehr. Hinzu kamen Kräfte aus Hann. Münden, Dransfeld und Adelebsen. Die Berufsfeuerwehr Kassel schickte ein Tanklöschfahrzeug zur Unterstützung. Auch das Technische Hilfswerk aus Hann. Münden, das mit zehn Helfern und zwei Fahrzeugen vor Ort war, half beim Löschwassertransport und war später dafür zuständig, das Gelände auszuleuchten. Für die Verpflegung schickte der Landkreis Göttingen zudem einen Logistikzug.

Gegen 15.30 Uhr waren die Brandschützer alarmiert worden, zwei Stunden später hatten sie laut Vogeley das Feuer unter Kontrolle. Aber erst gegen 21.30 Uhr konnte „Feuer aus“ gemeldet werden.

Das Wasser holten sich die Feuerwehrleute aus einem Anschluss im Lutterberger Gewerbegebiet. Mehrere Tanklöschfahrzeuge pendelten hin und her. Das habe gut funktioniert, so Vogeley, wie die gesamte Zusammenarbeit der Helfer. Herausgefordert habe die Einsatzkräfte der Wind, der immer wieder Funken von den brennenden Holzstapeln auf die Fläche mit dem trockenen Totholz geweht habe. Dadurch habe sich das Feuer immer weiter ausgebreitet. Nach Abschluss der Löscharbeiten waren bis um acht Uhr am Montagmorgen noch Brandwachen vor Ort, um die Lage zu beobachten. Verletzt wurde durch das Feuer niemand.

Auf der Suche nach den Tätern bittet die Hann. Mündener Polizei um Hinweise unter 05541/9510. (Ekkehard Maaß)

Auch interessant

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,
wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.
Die Redaktion