Thema beschäftigt Ortsbeiräte

Interessenten für Sportplätze gesucht

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Suchen noch Mitstreiter für den Erhalt des Sportplatzes in Lutterberg als Gemeinschaftsfläche: Ortsbürgermeisterin Ann-Katrin Buhse und Martin Seidel.

Staufenberg. In Lutterberg und anderen Dörfern ziehen sich Sportvereine als Pächter zurück. Jetzt stellt sich die Frage, ob es andere Interessenten für die Sportplätze gibt.

Es ist ein Thema, das in den nächsten Jahren immer mehr Ortsräte im Altkreis Münden beschäftigen wird: Wer nutzt noch den Sportplatz des Ortes - und wer wird ihn vor allem pflegen? Schon häufig ist es heute so, dass sich die Fußballsparten in den einzelnen Sportvereinen aufgelöst haben oder sich einige Mannschaften zu Spielgemeinschaften zusammengeschlossen haben. In der überwiegenden Zahl der Fälle gehören die Sportplätze der Gemeinde und werden an die örtlichen Sportvereine verpachtet.

Im Staufenberger Ortsteil Spiekershausen hat man sich schon vor mehreren Jahren um eine neue Nutzung des Sportplatzes bemüht und ihn an einen Hundeschul-Inhaber verpachtet. „Das ist für uns aus der Situation heraus eine ideale Lösung gewesen“, erklärt Ortsbürgermeister Hilmar Sengler (CDU) auf Anfrage. Auch Nienhagen steht vor diesem Thema, und in Lutterberg hat sich gerade eine Gruppe interessierter Bürger gefunden, die noch Mitstreiter suchen, um den etwa 6000 Quadratmeter großen Rasenplatz an der Göttinger Straße für die Bürger im Ort zu erhalten.

„Der Sportverein wird den Pachtvertrag nicht mehr verlängern und damit ist auch die Nutzung und Pflege des Fußballplatzes völlig offen“, erklärt Ortsbürgermeisterin Ann-Katrin Buhse (CDU). Aus diesem Grund habe man Ende vergangenen Jahres eine gemeinsame Sitzung mit den Vorsitzenden sämtlicher Vereine und Verbände, dem Ortsrat, ASB-Kindergarten und -Tagespflege sowie dem Kirchenvorstand einberufen.

Ziel war es, herauszufiltern, wer unter Umständen Interesse an der Fläche, die mit Bande, Gerätehaus, Flutlicht, Fangnetzen und Toren ausgestattet ist, hat. Aus diesem Treffen hat sich eine vierköpfige Gruppe herauskristallisiert, die nun noch weitere Interessierte sucht. „Es ist noch alles offen und vieles denkbar. Unter Umständen wird es sich anbieten, einen Förderverein zu gründen“, sagt Buhse.

Nicht so schnell aufgeben 

Für ihren Mitstreiter Martin Seidel gehört ein solcher Platz „zur dörflichen Infrastruktur“, den man auch nicht so schnell aufgeben dürfe. Dass es - wenn es zu einem konkreten Vorhaben kommen sollte - einer Änderung des Flächennutzungsplans durch die Gemeinde und auch sonst dem „Abklären sämtlicher Rahmenbedingungen bedarf“, ist den beiden Studenten klar.

Rita Schäfer

„Wir haben schon seit Jahren keine Fußballsparte mehr, der Pflegeaufwand ist sehr groß und kann von uns nicht mehr geleistet werden“, sagt Rita Schäfer, Vorsitzende des Tuspo 1900 Lutterberg mit etwa 330 Mitgliedern. Anlass für die Entscheidung, dass die Vereinsmitglieder die Pflege nicht weiter machen könnten, sei auch gewesen, dass der Rasenmäher aus Altersgründen ersetzt werden müsste. Rita Schäfer hofft sehr, dass der Platz alternativ zur Nutzung für die örtliche Gemeinschaft zur Verfügung stehen wird und zu einem Treffpunkt für Jung und Alt werden kann: „Ich könnte mir eine Bocciabahn gut dort vorstellen.“

Wer Interesse hat, ein Konzept für die zukünftige Nutzung des Lutterberger Sportplatzes mit zu entwickeln, kann sich mit Martin Seidel unter 0172 / 6 66 99 17 in Verbindung setzen.

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