Spezialwissen bündeln

Interkommunale Zusammenarbeit zwischen Dransfeld, Adelebsen und Staufenberg besiegelt

Unterschrift: Dransfelds Samtgemeindebürgermeister Mathias Eilers (von links) sowie die beiden Bürgermeister Holger Frase (Flecken Adelebsen) und Bernd Grebenstein (Gemeinde Staufenberg) besiegelten die Zusammenarbeit.
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Unterschrift: Dransfelds Samtgemeindebürgermeister Mathias Eilers (von links) sowie die beiden Bürgermeister Holger Frase (Flecken Adelebsen) und Bernd Grebenstein (Gemeinde Staufenberg) besiegelten die Zusammenarbeit.

Eine Unterschrift besiegelt den Vertrag. Die Samtgemeinde Dransfeld, die Gemeinde Staufenberg und der Fleckens Adelebsen werden in Zukunft enger Zusammenarbeiten. Die drei Gemeinden teilen sich in Zukunft eine Vergabestelle.

Dransfeld – Mit ihren Unterschriften haben die Bürgermeister der Samtgemeinde Dransfeld, der Gemeinde Staufenberg und des Fleckens Adelebsen ihre erste interkommunale Zusammenarbeit besiegelt.

Die am Donnerstag geschlossene Vereinbarung sieht vor, dass die drei Gemeinde sich in Zukunft eine Vergabestelle teilen. Die Stelle wird zum 1. April in der Verwaltung des Flecken Adelebsen eingerichtet und ist zu 50 Prozent für die Bauverwaltung und zu 25 Prozent für die Vergabe des Fleckens zuständig. Dementsprechend tragen die Adelebser auch 75 Prozent der Gehaltskosten. Jeweils 12,5 Prozent Stellenanteil übernehmen die Samtgemeinde Dransfeld und die Gemeinde Staufenberg.

„Wegen des aktuell bestehenden hohen Investitionsstaus stehen in der Gemeinde Staufenberg in den kommenden Jahren diverse Bauvorhaben an“, sagte deren Bürgermeister Bernd Grebenstein. „Die dafür nötigen Vergabeverfahren sind von uns alleine nicht mehr zu stemmen.“ Aus diesem Grund habe er Kontakt zu Adelebsens Gemeindebürgermeister Holger Frase aufgenommen, in dessen Verwaltung ohnehin eine Umstrukturierung anstand. Und weil auch die Samtgemeinde Dransfeld einen ähnlichen Bedarf hatte, habe man jetzt die Zusammenarbeit vereinbart.

„Gemeinden brauchen immer mehr Spezialwissen, das mit dieser Stelle geschaffen wird“, betonte Dransfelds Samtgemeindebürgermeister Mathias Eilers. „Durch die interkommunale Zusammenarbeit wird Arbeitszeit für das Personal in unserer Verwaltung freigeräumt, das dann für neue Aufgaben zur Verfügung steht.“ Die Zusammenarbeit der drei Kommunen passe „sehr gut“, weil alle mit jeweils rund 10 000 Einwohnern vergleichbar und auf Augenhöhe seien. Sollte sich die Zusammenarbeit nicht bewähren, sei es generell möglich, zum 31. Dezember 2023 aus der Vereinbarung auszusteigen. „Wir sehen diese kommunale Zusammenarbeit jedoch eher als Einstieg für weitere Projekte auf dieser Ebene“.

Auch für Adelebsens Gemeindebürgermeister Holger Frase liegen die Vorteile auf der Hand. „Durch diese Zusammenarbeit können wir für alle drei Gemeinden hohes fachliches Wissen vorhalten“, meinte er. „Wir setzen damit künftig einheitlich hohe Qualitätsstandards um, die auch noch wirtschaftlich sind“, ergänzte Bernd Grebenstein. (Per Schroeter)

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