Geschäftsführer von Wagenknecht

Der Hörgerätespezialist, Herr Dennis Wagenknecht

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Das Hann. Mündener Unternehmen, kümmert sich seit fast zwei Jahren um die Versorgung von schwerhörigen Personen.

Frage: Herr Wagenknecht, stellen Sie doch einmal kurz vor, was Sie beruflich gemacht haben, bevor Sie Ihr Unternehmen gegründet haben?

Antwort: Ich habe eine dreijährige Ausbildung zum Hörgeräteakustiker in Kassel absolviert und bin kurz nach meiner Ausbildung zu einem Filialunternehmen nach Hann. Münden gewechselt. Hier verbrachte ich fast vier Jahre und habe in dieser Zeit meine Weiterbildung zum Hörgeräte-Akustiker-Meister gemacht. Mein persönliches Ziel war es, beide Seiten zu erleben, sowohl die Seite der Anpassung/Beratung, als auch die industrielle Sicht. Die Möglichkeit, in die Industrie zu gehen, ergab sich relativ schnell. Ich wechselte für knapp drei Jahre zum Weltmarktführer für Hörgeräte und war dort als Gebietsleiter Nord tätig. Meine Aufgaben waren sehr vielseitig: Ich betreute Hörgeräteakustiker, Schwerhörigenschulen, Selbsthilfegruppen und Verbände.

Wagenknecht - der Hörspezialist 


Frage: Das hört sich sehr spannend an, wieso sind Sie nicht in der Hörgeräteindustrie geblieben?

Antwort: Mein Wunsch war schon immer mein eigenes Unternehmen zu gründen. Die Zeit in der Industrie war sehr spannend und vielseitig. Mir hat es aber gefehlt, mittels der Hörgeräteversorgung mit dem Endkunden zu arbeiten. Zudem wollte ich mein zusätzlich angeeignetes Wissen in die Praxis umsetzen.

Frage: Wieso haben Sie sich für den Standort Hann. Münden entschieden?

Antwort: Für mich hat die Stadt Hann. Münden ein besonderes Flair mit den alten Fachwerkhäusern und Ihrer Geschichte.

Frage: Können Sie uns das individuelle Konzept Ihres Unternehmens näher erläutern?

Antwort: Unser Konzept versucht den Mensch mit der Technik zu vereinen. Da ein Hörgerät nie ein vollständiger Ersatz für das menschliche Gehör sein kann, versuchen wir unsere Kunden gezielt auf die Hindernisse und Barrieren des Alltags vorzubereiten. Dies erfolgt über unsere HörBa. Hierbei möchten wir Menschen dabei begleiten, mit ihrer neuen Hörsituation eine Balance zwischen „Hören und Verstehen“ zu finden

Frage: Wie können wir uns eine Hörgeräteversorgung bei Ihnen vorstellen?

Antwort: Grundsätzlich unterscheiden wir Hörgeräteanpassung von Hörgeräteversorgung. Beim ersten Beratungstermin geht es darum, die Einschränkungen unseres Kunden zu verstehen und ihn und sein Umfeld kennen zu lernen. Im zweiten Termin geht es um die ersten Hörgerätetechniken. Hierbei wird unterschieden, wie groß die Erfahrung mit Hörgeräten ist. Jeder Kunde wird in seine Hörgeräteanpassung mit eingebunden. Wir nutzen hierbei alle modernen Techniken und haben einen Klangraum, in dem wir die meisten Alltagssituationen nachbilden können, um Änderungen an der Einstellung direkt vornehmen zu können. Im Rahmen dieser Anpassung werden verschiedene Hörgeräte getestet, um das Hörgerät zu finden, das am besten zu unserem Kunden passt. Nachdem wir das passende Hörgerät gefunden haben, kommt der Kunde in unser Nachsorgeprogramm, welches individuell auf jeden einzelnen Kunden abgestimmt wird. Wir möchten den Kunden begleiten und nicht mit seinen Hörgeräte allein lassen.

Frage: Wie beteiligen sich die Krankenkassen an der Hörgeräteversorgung? Gibt es bei Ihnen auch eine Versorgung, bei der die Kosten komplett von der Krankenkasse getragen werden?

Antwort: Wir haben mit allen gesetzlichen Krankenkassen Verträge über die Versorgung von Hörgeräten geschlossen, so dass alle Kunden, die bei einer gesetzlichen Krankenkasse versichert sind, bei uns ein Hörgerät ohne Zuzahlung bekommen können (Ausnahme die gesetzliche Zuzahlung). Die gesetzlichen Krankenkassen haben somit einen Festbetrag und beteiligen sich auch an jeder anderen Versorgung mit diesem Betrag. Wir stehen für eine individuelle Beratung gerne zur Verfügung.

Frage: Was kostet bei Ihnen die Beratung, wenn ein Kunde bemerkt, dass er Schwierigkeiten beim Hören hat?

Antwort: Die Hörtests, Beratung und das Probetragen von Hörgeräten gehören zu den kostenlosen Leistungen des Unternehmens. Wir möchten Menschen, die Schwierigkeiten beim Hören feststellen, die Möglichkeit geben, sich kostenlos zu informieren. Wir nehmen uns bei der Beratung Zeit für jeden Kunden, um alle Fragen zu beantworten.

Frage: Sie engagieren sich auch im Bereich Barrierefreiheit und Inklusion für Schwerhörige. Können Sie uns davon berichten?

Antwort: Dies ist ein spannendes Aufgabenfeld, da über die Hörgeräteversorgung hinaus weitere interessante technische Hilfsmittel zum Einsatz kommen. Es ist mein persönliches Interesse, Menschen mit Schwerhörigkeit in schwierigen Situationen zu helfen. Hierfür gibt es besondere Hilfsmittel für den Arbeitsplatz, für die Schule oder auch für öffentliche Einrichtungen. Hierbei begleite ich Berufstätige oder Schüler in ihrem Alltag, um festzustellen, welche Hilfsmittel notwendig sind und wie eine bestmögliche Integration möglich ist. Aktuell haben wir aufgrund der Inklusion im Bereich der Schulen ein tolles Projekt und erarbeiten eine interaktive Schulklasse.

Frage: Können Sie uns abschließend noch Ihr Team vorstellen, das Sie unterstützt?

Antwort: Sehr gerne stelle ich Ihnen mein Team vor: Frau Theresa Schimmelpfennig ist als Hörgeräte-Akustikerin und angehende Meisterin mit der Aufgabe der Hörgeräteversorgung unserer Kunden zuständig. Frau Heike Wagenknecht ist für die HörBa zuständig und kümmert sich um die Nachsorge unserer Kunden. Frau Julia Apel ist Auszubildende zur Hörgeräteakustikerin. Unser Team arbeitet mit viel Freude mit unseren Kunden zusammen und wir bilden eine tolle Atmosphäre, in der sich unsere Kunden wohlfühlen. Vielen Dank für dieses ausführliche Gespräch und die Einblicke in Ihre Arbeit.

Antwort: Wir helfen sehr gerne bei der Aufklärung über das Thema Schwerhörigkeit. (zpy)

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