Überschuss für guten Zweck

Johannismimen landeten Lacherfolg beim Publikum

Turbulente Familie: Bei den Hummels hat jeder seinen eigenen Kopf, was reichlich Gelegenheit für komische Situationen bietet. Foto: Kuri

Uschlag. Seit 21 Jahren unterhalten sie ihr Publikum - die „Johannismimen" aus Uschlag. Am vergangen Wochenende zeigte die Laienschauspielgruppe an drei Vorstellungen ihre Leidenschaft für das Theaterspiel im „Gasthaus zur Krone" in Uschlag.

Nach einjähriger Pause brachten sie die Zuschauer mit der Komödie „Hummeln im Glück“ unter der Leitung von Matthias Dönch wieder kräftig zum Lachen - manchmal hatten selbst die Darsteller Mühe, ernst zu bleiben:

Während Ingrid Hummels (Susi Fröhlich) ihre Abwesenheit anlässlich ihrer nachzuholenden Hochzeitsreise nach 25 Jahre Ehe nach Mallorca plant, will ihr Gatte Friedhelm (Manfred Eifert) viel lieber zu Hause in Uschlag bleiben.

Jeder macht, was er will

Von Perfektion getrieben plant Ingrid gegen seinen Willen die Unterbringung von Tochter Bärbel (Christine Goedecke/Kati Fröhlich) in Hannover und Opa Klaus (Klaus Deppenmeier) im Altenheim Sonnenuntergang. Beide spielen das Spiel vorerst mit, haben aber - jeder für sich - ganz andere Pläne zur Freizeitgestaltung.

Kaum ist das Jubelpaar verreist, kommt erst Tochter Bärbel mit ihrem heimlichen Freund Siggi (Silvio Peter) ins verlassene Elternhaus. Dann türmt auch noch Opa Klaus mit Hilfe seiner Jugendliebe Elke Tausendschön (Sonja Yankey) aus dem Altenheim. Und natürlich kehren die Hummels verfrüht nach Hause zurück.

Auch einstigstes Gründungsmitglied Sonja Yankey liebt diese Bühne der Johannismimen „Ich spiele mit Elke Tausendschön in 21 Jahren erst die dritte Frauenrolle. Ich schlüpfe immer in die Rolle, die nicht so beliebt ist in der Gruppe, und das waren meist Männerrollen. Angefangen habe ich mit der Rolle des kleinen Lords“, so die ehemalige Staufenbergerin. Die 68-jährige spielt mittlerweile auch auf Kassler Bühnen, doch den Johannismimen bleibe sie treu.

Der Erlös dieser Veranstaltungsreihe deckt nicht nur die fortlaufenden Kosten, sondern es bleibt auch noch etwas übrig. Dieser Überschuss wird, wie immer, für einen gemeinnützigen Zweck gespendet.

Und mit dem 20. Theaterstück ist nicht Schluss: Die Laienschauspielgruppe möchte auch im nächsten Jahr wieder ein Theaterstück aufführen. (zsk)

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