Ganz nah dran am Original

Johnny-Cash-Show mit der Band "The Cashbags" in Dransfeld

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The Cashbacks: Robert Brenner (als Marshall Grant am Bass), Tobias Fuchs (Schlagzeug), Stephan Ckoehler (in der Rolle des Luther Perkins an der Gitarre) und Josh Angus als Carl Perkins (v.l.), Valeska Kunath als June Carter-Cash und Robert Tyson als Man in Black Johnny Cash (vorne).  

Dransfeld - Eine Reise in die US-amerikanischen Südstaaten der 50er-Jahre machten am Sonntagabend die Besucher der Johnny-Cash-Show mit der Band The Cashbags in der Stadthalle in Dransfeld. 

Eine Stimme vom Band begrüßte die Zuschauer originalgetreu, wie zu einem Konzert des Man in Black, 1956 in Nashville.

Bevor aber Robert Tyson als Johnny Cash auf der Bühne stand, machte Josh Angus als Carl Perkins den Anfang mit dem Rock’n’Roll-Klassiker Blue Suede Shoes, der von Perkins 1955 geschrieben und später zu einer der größten Hits von Elvis Presley wurde. Josh Angus begrüßte June Carter-Cash (Valeska Kunath) auf der Bühne, gemeinsam interpretierten sie zwei weitere Songs, dieses Mal Solostücke von June Carter: Juke Box Blues und Losin´you.

Dann trat der Man in Black auf und legte sofort los, es folgte ein Johnny-Cash-Hit nach dem anderen: Folsom Prison Blues, Dark as a Dungeon und I still miss someone. Jeder Ton, jede Bewegung saßen, sowohl bei Valeska Kunath als June Carter als auch bei Robert Tyson als Johnny Cash.

Und beim Rest der Band waren Stimme, Gestik und Mimik nah dran am Original. Leider ging dadurch ab und zu die Natürlichkeit verloren und die Darbietung der Cashbags wirkte etwas steif. Dies konnte Robert Tyson mit seiner gewinnenden Art und der Interaktion mit dem Publikum allerdings gut ausgleichen, wie auch Johnny Cash hatte Tyson immer einen lockeren Spruch auf den Lippen und seine Gitarre fest in der Hand.

Er nahm die Zuschauer mit durch fast 40 Jahre der Gesangskarriere des einzigartigen Künstlers Johnny Cash, mit ins Gefängnis, auf die großen Bühnen und ins Plattenstudio von Sun Records. Nach einer guten Stunde verabschiedeten sich die Cashbags mit Walk the Line in die Pause, im zweiten Teil der Show widmeten sie sich dann verstärkt der Spätphase von Cash und zeigten ihr musikalischen Können im Akustik-Set.

Eine sehenswerte Show, der es allerdings etwas an Power fehlte, fand auch eine Gruppe Johnny-Cash-Fans aus Göttingen. „Gesang top“, waren sich alle einig, aber der Funke wollte trotzdem nicht so richtig überspringen. Zu leise, zu einstudiert und dass es ausschließlich Sitzplätze in der Halle gab, schien für die Stimmung auch nicht gerade förderlich zu sein.

Trotzdem waren die Zuschauer zufrieden, bekamen zwei Stunden Rock´n´Roll vom Feinsten geboten und ließen sich zum Ende hin sogar zum Mitsingen überreden. Wegen der großen Nachfrage gibt es eine weitere Vorstellung der Cashbags mit der Johnny-Cash-Show in der Dransfelder Stadthalle, am Sonntag, 2. Februar 2020, um 19 Uhr.

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