Jugendhilfe schnürt Päckchen für die Aktion „Weihnachten im Schuhkarton"

Päckchenpacken für Weihnachten im Schuhkarton bei der Jugendhilfe: Judy, Benjamin Vollbrecht, Lakisha, Polat, Diana Markusch, Barbara Mahlo, Okan, Chris und Marvin (von links) sind mit Spaß bei der Arbeit. Foto: Sangerhausen

Hann. Münden. „Ich find’s gut, wenn auch die Kinder ein Geschenk kriegen, die nicht so viel Geld haben“ sagt Okan, und Judy, Lakisha und Polat bekräftigen sofort: „Damit arme Kinder in armen Ländern auch Weihnachten feiern können“, machen sie mit bei der Aktion „Weihnachten im Schuhkarton“.

Zum zweiten Mal wurden bei der Jugendhilfe Münden Päckchen gepackt. Diana Markusch, die privat ehrenamtlich bei Weihnachten im Schuhkarton engagiert ist, hatte die Idee mit in die soziale Gruppenarbeit gebracht. Und die kam bei den Kindern sofort gut an.

Sie habe angeboten, bei den Geschäften in der Mündener Innenstadt Sachspenden zu sammeln, die die Kinder dann verpacken können. Aber das kam nicht infrage: Die Kinder bestanden darauf, zum Spendensammeln selbst mitzugehen.

Geschäfte spendeten

Sie wurden nicht enttäuscht: In allen Geschäften wurden sie freundlich empfangen und erhielten viele schöne und nützliche Dinge, mit denen sie die Kartons dann füllen konnten. Dafür bedanken sie sich bei den Ladeninhabern. „Außer Zahnbürsten und Zahnpasta haben wir nichts hinzugekauft“, sagt Markusch, sonst wurde alles gespendet. Plüschtiere, Tücher, Mützen, Luftballons, Schreibwaren und vieles mehr wanderten in zwölf Schuhkartons. Diese wiederum nimmt Diana Markusch mit zur Sammelstelle an ihrem Wohnort - ebenso wie die Sachen, die in Kartons nicht mehr hineinpassten.

Denn: An den Sammelstellen werden alle abgegebenen Kartons noch einmal geöffnet und kontrolliert, ob alle Sachen in Ordnung sind und der Inhalt den Bestimmungen entspricht. Da muss manches Mal auch etwas herausgenommen werden. Mit den Spenden aus Hann. Münden kann man die eine oder andere Lücke dann wieder füllen, bevor die Päckchen auf die Reise geschickt werden.

Die Aktion war Anlass, sich in der Gruppe mit dem Thema Armut zu beschäftigen. Die Kinder erfuhren, dass es Menschen auf der Welt gibt, die Hilfe brauchen, und denen man schon mit Kleinigkeiten große Freude bereiten kann.

„Die kommen in die Schule und haben keine Sachen. Oder sie haben für den Winter keine Sachen und frieren dann“, erzählt Polat. „Die Kinder wissen vielleicht gar nicht, was ein Geschenk ist, wie viel Freude das macht. Wir wollen Freude geben“, sagen Judy und Lakisha. (tns)

Abgabe noch bei den Pfadfindern

Die Pfadfinder vom Stamm St. Georg in Hann. Münden sind ebenfalls wieder mit von der Partie: Im Gemeindehaus am Feuerteich werden sie die von ihnen eingesammelten Kartons in Versandkisten packen, damit sie auf den Transport gehen können. Offizieller Abgabeschluss für die Weihnachtspäckchen war der 15. November. Wer den Termin verpasst hat, kann aber sein Paket noch am Freitag, 20. November, 15 Uhr, ins Gemeindehaus zu den Pfadfindern bringen.

Die Schuhkartons werden hauptsächlich in osteuropäische Länder wie Bulgarien, Polen, die Republik Moldau oder die Slowakei verschickt und dort von den örtlichen Kirchengemeinden verteilt. Träger der Aktion ist das christliche Werk "Geschenke der Hoffnung". Was in die Kartons gepackt werden darf, ist genau reglementiert, eine Anleitung gibt es im Internet: www.geschenke-der-hoffnung.org. (tns)

Stichwort: Jugendhilfe

Die Jugendhilfe Münden gGmbH ist ein freier und gemeinnütziger Träger. Sie bietet soziale Gruppenarbeit für Jugendliche, Kinder und Grundschulkinder und auch für straffällig gewordene Jugendliche an. In den Gruppen werden Projekte mit unterschiedlichen Lerninhalten angeboten.

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