Kampf für Gerechtigkeit: Weltgebetstag mit Schwerpunkt Philippinen

Die Flötengruppe der St.-Blasius-Kirche: Doris Kaiser (rechts) dirigierte in der Reformierten Kirche. Foto:  Siebert

Hann. Münden. Einen munteren und fröhlichen ökumenischen Gottesdienst erlebten die Besucher am Weltgebetstag, bei dem die Philippinen im Fokus standen, in der Evangelisch-reformierten Kirche.

Dort hatten die Frauen der Evangelisch-lutherischen Stadtkirchengemeinde, der Evangelisch-reformierten Kirche und der Katholischen Pfarrgemeinde St. Elisabeth einige Aktionen zum Thema „Was ist denn fair?“ gestaltet.

Seit Januar waren die Frauen an den Vorbereitungen. Einige Tage vor dem Gebetstag am Freitag fand dann eine Art Generalprobe in der Reformierten Kirche statt.

Bildung großes Ziel

Mit Gesang, Lesungen, Gebeten, Rollenspielen und Informationen über das Land und die Menschen wurde der Gottesdienst gestaltet. So erfuhren die Besucher, dass Bildung ein Ziel der Menschen auf den Philippinen ist. Doch viele müssen Schulbesuche wegen Geldmangel oder wegen des beschwerlichen Weges zur Schule abbrechen.

Jüngere und ältere Frauen präsentierten in kleinen Gruppen kurze Rollenspiele im Frage- und Antwortmodus, in denen sie in Rollen von Filipinas schlüpften. Da war zum Beispiel die Geschichte von Celia, einer Mutter mit Kind. Ihr Lohn als Tagelöhnerin auf einer der größten Zuckerrohrplantagen reicht nicht aus, um die Familie zu ernähren, Daher verkauft sie Fischbällchen und gekühlte Getränke und erledigt Wäsche für andere Menschen. Außerdem arbeitet sie als Straßenverkäuferin für Seife und Zahnpasta. Trotz der harten Arbeit reicht das Geld nicht für drei Mahlzeiten am Tag. Aber die Menschen sind nicht unglücklich, sie kämpfen für Gerechtigkeit.

Ökumenischer Gottesdienst zum Weltgebetstag in Hann. Münden

Zwischendurch gab es immer wieder fröhlichen Gesang, der von Joan Haferlach gesanglich und der Flötengruppe der St.-Blasius-Kirche, mit Leiterin Doris Kaiser, begleitet wurde.

Mit Konfirmanden

Auch die Konfirmanden waren in den Gottesdienst mit eingebunden, sie sprachen über das, was sie persönlich fair und unfair finden.

Am Ende überreichte Antje Müller-Using von der Reformierten Kirchengemeinde eine Fahne und ein ökumenisches Freundschaftsband an Petra Boltsch von der Evangelisch-lutherischen Stadtkirchengemeinde.

Dort wird der Gottesdienst zum Weltgebetstag 2018 stattfinden, für den die Frauen aus Surinam (Südamerika) verantwortlich zeichnen mit Thema: „All God’s Creation is very good“.

Bei landestypischen Speisen im Anschluss kamen die Gottesdienstbesucher und die aktiven Frauen ins Gespräch. 

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