In Bühren gab es traditionell Kartoffeln aus der Buchenglut

Geübte Griffe: Mit Harke und Spaten fischten Enno Fischer, Markus Kolitsch und Wolfgang Hanikl (von links) die Kartoffeln und das in Zeitungspapier gewickelte Hackfleisch aus der Glut. Foto: Schröter

Bühren. Wie an jedem ersten Samstag im Oktober war der idyllisch am Waldrand gelegene Wohnmobil-Stellplatz in Bühren auch in diesem Jahr wieder Austragungsort eines kleinen, aber feinen Kartoffelfestes.

Der örtliche Heimat- und Kulturverein hatte eingeladen, um einer alten hessischen Tradition folgend Kartoffeln und Hackfleisch in offener Buchenholzglut zu garen.

„Der Trick besteht darin, dass keine Luft an das Gargut kommt“, erläuterte Mitorganisator Wolfgang Hanikl. Dadurch sei es möglich, Kartoffeln ganz unverpackt und das Hackfleisch nur in normales Zeitungspapier eingeschlagen in die Glut zu legen. „Die Zeitung kann man anschließend sogar noch lesen“, so der gebürtige Marburger. Da sowohl die Kartoffeln als auch das Fleisch das Aroma der Buchenholzglut annähmen, sei beides ein echter Hochgenuss.

„Die Idee zu diesem Kartoffelbraten entstand schon vor rund 20 Jahren im Kreis der damaligen Bührener Heimatfreunde“, erzählte Ortsheimatpfleger Georg Hoffmann. „Es ist eine schöne Gelegenheit, sich zu treffen, ein paar nette Stunden zu verbringen und die Gemeinschaft zu pflegen.“ Neben vielen Bührenern konnten die Veranstalter auch in diesem Jahr wieder mehrere Gäste aus Hessen begrüßen.

„Wir kommen seit Jahren mit unseren Wohnwagen und Wohnmobilen hierher und freuen uns das ganze Jahr über auf das Bührener Kartoffelfest“, sagte der Gießener Markus Kolitsch, der wie immer bei den Vorbereitungen und beim Entfernen des Gargutes aus der Glut half. „Und dass diesmal das Wetter so perfekt mitspielt, setzt dem Ganzen die Krone auf.“ (per)

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