Regeln für Autofahrer auf Flächen an Einkaufsmärkten 

Kein Problem mit Dauerparkern auf Flächen an Einkaufsmärkten im Altkreis Münden

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Zeitbegrenzungen auf Privatparkplätzen vor Supermärkten gibt es teilweise auch im Altkreis. Aber Verstöße werden bisher nicht mit „Strafzetteln“ geahndet.

 „Strafzettel“ auf Privatparkplätzen vor Supermärkten, die von Sicherheitsdiensten ausgestellt werden, um gegen Parker vorzugehen, die die vorgegebene Zeit überschreiten, sind im Altkreis Münden offenbar noch kein Thema. 

Das ist das Ergebnis einer stichprobenartigen Umfrage bei Supermärkten in der Region. Die Umfrage ergab vielmehr, dass es auf den meisten Parkplätzen gar keine Zeitbeschränkungen mit Parkscheiben gibt. Dazu gehören unter anderem der Edeka-Markt am Wiershäuser Weg in Hann. Münden, der Hit-Markt in Gimte, der Rewe-Markt im Staufenberger Ortsteil Landwehrhagen und der Rewe-Markt in Dransfeld. Größere Probleme mit Dauerparkern gebe es nicht, so der Tenor. Wenn es Unstimmigkeiten gebe, dann suche man die persönliche Ansprache.

So beispielsweise beim Aldi-Markt in Hann. Münden: Seit vergangener Woche gebe es Hinweisschilder mit einer maximalen Parkdauer von zwei Stunden auf dem Parkplatz des Marktes an der Göttinger Straße in Hann. Münden.

Der Markt teilte auf HNA-Anfrage mit, dass es grundsätzlich kein Problem mit „Schwarzparkern“ gebe: Menschen, die ihre Fahrzeuge auf dem Gelände abstellen, ohne im Lebensmitteldiscounter einzukaufen, seien eher eine Seltenheit. Trete es dennoch auf, habe man bislang die Fahrer mit Zetteln darauf aufmerksam gemacht, dass es sich um einen Privatparkplatz des Geschäftes handelt. Vom Abschleppen der unberechtigterweise dort stehenden Fahrzeuge oder von Strafzetteln habe man bislang abgesehen.

In der Region sind bisher auch keine Beschwerden von Kunden über „Strafzettel-Praktiken“ auf Privatparkplätzen bekannt. Weder beim Ordnungsamt der Stadt Hann. Münden lägen solche Fälle vor, wie die Stadt mitteilte, noch bei der Polizei, so Christian Janzen, Pressesprecher der Polizeiinspektion Göttingen mit.

Die kommunalen Ordnungshüter im Altkreis sind auf Privatparkplätzen sowieso nicht unterwegs, teilten die Stadt Hann. Münden, die Samtgemeinde Dransfeld und die Gemeinde Staufenberg mit. Sie beschränken sich auf den öffentlichen Raum.

In Göttingen kontrolliert das Ordnungsamt nur dann, wenn die Stadt einen entsprechenden Vertrag mit dem privaten Eigentümer des Parkplatzes geschlossen hat. Dann sei der Strafzettel aber auch rechtlich bindend, das heißt, der Falschparker müsste zahlen, erklärte Dominik Kimyon, Pressesprecher der Stadt Göttingen auf Nachfrage.

In der Uni-Stadt trifft das etwa auf den privaten Parkplatz am Krankenhaus Neu-Bethlehem zu. In allen anderen Fällen ist allein der Eigentümer verantwortlich, Kontrollen des Ordnungsamtes seien da nicht zulässig – selbst dann, wenn beispielsweise eine Feuerwehrzufahrt an einem Privatweg blockiert ist. 

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