Grenzwerte werden in der Region unterschritten

Keine Diesel-Fahrverbote im Landkreis Göttingen: Hier ist die Luft noch gut

Hann.Münden/Dransfeld/Göttingen. Mit Fahrverboten in Städten unserer Region müssen Autofahrer vorerst nicht rechnen.

Sowohl in der Stadt Hann. Münden als auch in Göttingen und der Stadt Dransfeld werden die zulässigen Grenzwerte für die Schadstoffbelastung unterschritten. Das ergaben jüngste Messungen des landesweit für die Luftreinhaltung zuständigen Gewerbeaufsichtsamtes (GAA) Hildesheim.

In Hann. Münden hatte das GAA in der Zeit von September bis Dezember 2017 an der Fuldabrückenstraße und an der Straße Blume gemessen. Beides sind Bundesstraßen mit hohem Verkehrsaufkommen. Nach Angaben der Stadt Hann. Münden liegt der gemessene Wert an der Fuldabrückenstraße bei 30,1 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft im Jahresmittel und am Standort Blume bei 24, 7 Mikrogramm/Kubikmeter. Der Grenzwert liegt bei 40 Mikrogramm/Kubikmeter im Jahresmittel. Die Standorte wurden unter anderem wegen ihrer starken Verkehrsbelastung und ihrer Bebauung ausgewählt. Der Standort Blume ist einseitig bebaut, an der Fuldabrückenstraße hat das GAA zwischen Wallstraße und Pionierbrücke gemessen, wo die Straße beidseitig bebaut ist.

In der Stadt Dransfeld hatte die Behörde nach Angaben von Stadtdirektor Mathias Eilers in der Zeit von Juli bis November an der Langen Straße in der Innenstadt gemessen. Die Belastung habe bei 25 Mikrogramm pro Kubikmeter gelegen und damit, wie in Hann. Münden, unter dem Grenzwert.

Die Lange Straße ist dicht befahren, sie führt als Bundesstraße 3 durch Dransfeld. Gemessen worden sei, so Eilers, an einer Stelle, die beidseitig bebaut ist.

Und in Göttingen sei es nach Angaben der Stadt an der Messstation Bürgerstraße in der Innenstadt seit 2015 nicht mehr zu Überschreitungen des Stickstoffoxid-Grenzwertes gekommen. Damit drohen auch dort keine Fahrverbote.

Die Stadt Kassel rechnet ebenfalls nicht damit, dass im Stadtgebiet kurzfristig Fahrverbote erlassen werden. Rathaussprecher Claas Michaelis sagt: „Aus unserer Sicht ist nun das Land Hessen am Zug, ernsthaft zu prüfen, abzuwägen und die Luftreinhaltepläne anzupassen.“ Zudem ließen sich stellenweisen Verbote nicht praktikabel kontrollieren.

Die Diskussionen um den Diesel spielt dennoch eine Rolle bei der Kaufentscheidung eines Fahrzeugs: Laut der Deutschen Automobil Treuhand (DAT) gaben das 23 Prozent der Neuwagen- und 15 Prozent der Gebrauchtwagenkäufer an. Gleichzeitig falle der Wert von Dieselfahrzeugen, während der von Benzinern steigt. Welche Folgen das für Autohäuser und -händler in der Region hat, dazu wollten sich Verkäufer auf HNA-Anfrage nicht äußern.

Rubriklistenbild: © dpa

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