Helfer im roten Mantel

Kinder erlebten St. Martin in Scheden

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Spielten die Szene in der Kirche: von links, Johanna Lapp als Heiliger St. Martin, Bettler Jeremias Warthmann, neugieriges Kind Junia Lapp, Pastorin Annette Lapp.

In einem Gottesdienst in der Schedener Kirche haben sich Kinder auf die Spuren des heiligen St. Martin begeben. 

Erwachsenen würde man es so erklären: Der Heilige Martin war der Prototyp eines Heiligen. Soldat, Asket, nach den christlichen Geboten lebend, ging er unbeirrt seinen Weg, das Christentum aus einer Untergrundbewegung zu Reichsreligion zu führen.

So antwortete er, nachdem er seinen Mantel zerteilt und die eine Hälfte dem Bettler gegeben hatte einem Kameraden: „Ich habe ihn nicht halbiert, ich habe ihn verdoppelt. Das ist die Mathematik der Christen.“

Doch am Sonntagnachmittag hatte Pastorin Annette Lapp zu einem Gottesdienst mit anschließendem Laternenumzug für Klein und Groß in die St. Markuskirche in Scheden eingeladen. 

Noch bevor die kleine Andacht begann, trat sie ans Mikrofon und meinte: „Bitte kommen sie alle nach vorne. Sie sind so weit weg. Kommen sie auch mit den Kleinsten nach vorne, denn um die Kinder geht es ja heute“, eröffnete sie die Andacht mit dem Laternenlied, in das die Besucher mit einstimmten.

Ein Gottesdienst, der mit der Geschichte vom Heiligen Martin, dem Bischof von Tours, an die kleinen Besucher gerichtet war. Und wie geht es besser, als die Geschichte vom heiligen Martin einfach verständlich zu machen, damit es kindgerecht ist?

Es wurde dargestellt. Johanna Lapp als St. Martin auf einem Holzpferd, Jeremias Warthmann als Bettler und als neugieriges Kind Junia Lapp, die Ihre Mutter zu Beginn fragte: „Annette, wieso feiern wir eigentlich St. Martin?“

Da war nichts Einstudiertes an der kleinen Aufführung von St. Martin, der seinen Mantel teilte. Pastorin Lapp erzählte die Geschichte in Form von Regieanweisungen, die die Kinder ausführten, ließ viele Besucher lächeln, weil es einfach niedlich und spontan dargestellt war.

Nach dieser kurzweiligen Andacht traf man sich vor dem Küsterhaus, wo schon Marie Bouws auf Ihrem Pferd Lieselotte wartete um als St. Martin den Laternenzug anzuführen.

Abgesichert von den Fahrzeugen der Freiwilligen Feuerwehr aus Scheden ging es mit Liedern wie „Kommt, wir wollen Laterne laufen“, „Durch die Straßen auf und nieder“ oder „Ich geh mit meiner Laterne“ singend durch den Ort, während die meist selbst gebastelten Laternen den Weg erleuchteten. 

Am Ende des Umzugs warteten zum Aufwärmen in der Kirche heißer Tee und als Snack leckere Rosinenbrötchen.

Schön war zu sehen, dass auch ein alleinstehender Senior am Martinszug teilnahm: „Ich gehe jeden Tag spazieren, aber es ist doch viel schöner, es in Gesellschaft zu tun“, meinte er.

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