„Reise ins Mittelalter“

Kinder führen in Staufenberg an mehreren Stationen Theaterstück auf

Benjamin Porps geht voran. Er ist einer von drei Betreuern der Staufenberger „Reise ins Mittelalter“.
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Benjamin Porps geht voran. Er ist einer von drei Betreuern der Staufenberger „Reise ins Mittelalter“.

Die „Reise ins Mittelalter“ in Staufenberg wurde mit einem Theaterstück abgeschlossen. Zwei Wochen übten die Kinder und versetzten sich in ferne Jahrhunderte.

Escherode – „Wir laden Sie alle ein zu einer Zeitreise. Schließen sie die Augen und zählen Sie bis fünf, öffnen sie dann die Augen wieder und Sie befinden sich in England“.

So stimmte Benjamin Porps die Besucher auf dem Gelände des Vereins Gastwerke auf eine über einstündige Reise ins Mittelalter ein. Dass es eine erlebnisreiche und spannende Reise wurde, dafür haben 15 Kinder im Alter von sieben bis zwölf Jahren aus den Grundschulen Landwehrhagen und Uschlag gesorgt.

„Die Erwachsenen nerven mich“

Unter der Leitung von Jana Brandt, die Staufenbergerin besucht die Kunsthochschule in Kassel, dem Theaterpädagogen Benjamin Porps und Nina Hemmelmann haben die Kinder während eines Ferienprogramms die Reise vorbereitet. Die Drei haben es meisterhaft verstanden, die Kinder so einzubinden, dass sie sich in die Welt von Robin Hood versetzt fühlten.

Nach anfänglichem Lampenfieber und Feststellungen der Kinder wie „die Erwachsenen nerven mich“, „ohne Eltern wäre es glaube ich besser“ oder „irgendwie stören die Zuschauer“, waren die Kinder nach kurzer Zeit mittendrin und vergaßen das Rundherum. Als sie dann nach den einzelnen Szenen noch mit Applaus bedacht wurden, war es gar nicht so schlecht, dass Publikum dabei war. So wurden die zuschauenden Eltern mit in die Welt vor mehreren hundert Jahren zurück entführt. Und das Schöne war, sie saßen nicht etwa auf Stühlen und schauten zu.

Nein, sie gingen im Wald, der bei strömenden Regen düster und fast ein wenig unheimlich schien und man hinter den Bäumen Hexen und Trolle vermuten konnte, und machten an mehreren Stationen Halt, ohne zu wissen, wie die nächste Szene ausfallen wird. Denn die Königsfamilie war unterwegs zu einem Besuch bei Verwandten und da passierte so allerhand.

Theaterstück an mehreren Stationen in Escherode

Benjamin Porps gab an jeder Station einen kurzen Überblick des Geschehens. Die Kinder in altertümlichen Gewändern bewiesen Talent an Schauspiel- und Ausdruckskunst, verstanden Mimik und Gestik einzusetzen und stellten Freude und Energie unter Beweis. Ein wunderbares Erlebnis für die Kinder, die Begeisterung kannte keine Grenzen.

Dem Theater vorangegangen war ein Sommerferienprogramm. In der ersten Woche haben die Kinder wochentags jeweils von 9 bis 15 Uhr in der Zeit von Rittern, Burgen und Robin Hood gelebt. Da wurde der Kaufunger Wald zum Sherwood Forest. Sie stellten Bögen her, bemalten Schürzen und Röcke, kämpften, stellten ihr eigenes Wappen her, legten Fährten. Zudem haben sie dann an den Vorbereitungen für die Reise gearbeitet. Aufführungsstätten für das Wandertheater im Wald ausgemacht und an der Dramaturgie gefeilt.

Veranstalter der Ferienwochen waren das Kinder- und Jugendbüro Staufenberg, der Kasseler Verein „Thearte – Theaterkunst und Kommunikation“ und die Gastwerke. Gefördert wurde es vom Bundesministerium für Bildung und Forschung mit dem Programm „Kultur macht stark“ sowie dem Bundesverband Freie Darstellende Künste. (Petra Siebert)

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