DKKD: Musik und Kultur

Klänge voller Lebensfreude in Hann. Münden

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Die Gruppe „Hotel Bossa Nova“ überraschte die Besucher mit Lebensfreude, Fröhlichkeit und Ausgelassenheit. 

Bergfest beim Denkmalkunst-Kunstdenkmal-Festival (DKKD): Noch bis Samstag gibt es viele Konzerte, Kunst zum Ansehen und Mitmach-Aktionen in Hann. Münden.

Ein außergewöhnliches Konzert präsentierte die Gruppe „Hotel Bossa Nova“ den Denkmalkunstfestivalbesuchern im TG-Heim. Die Anhänger des Jazz kamen dabei voll auf ihre Kosten und dankten mit Zwischenapplaus und Jubel. Die Musik der Gruppe, eine Mischung aus Bossa Nova (Stilrichtung der brasilianischen Musik und gleichzeitig ein Tanzstil), Jazz, Fado, und Samba gepaart mit europäischen, afrikanischen und lateinamerikanischen Rhythmen und Strukturen, wird als Worldjazz bezeichnet. Manchmal hörte mal als Zuhörer Elemente des Flamenco. Sie selber beschreiben sich als musikalische Globetrotter.

Dass die portugiesisch-indische Sängerin Liza da Costa und die drei Musiker Tilmann Höhn (Gitarre), Alexander Sonntag (Kontrabass) und Wolfgang Stamm (Schlagzeug, Percussion) bestens miteinander harmonieren und auch gekonnt improvisieren, wurde dem Publikum schnell klar. Die Songs, größtenteils aus der Heimat der Sängerin, beschreiben unterschiedliche Gefühle. „Der gelbe Weg“ beispielsweise schildert gefühlvoll gesungen, einen Waldspaziergang, bei dem alle Sorgen und Belastungen auf der Strecke bleiben. Die Ballade vom „glühenden Teppich“ erzählt von einer Frau, die nach langer Abwesenheit in ihr Heimatdorf zurückkehrt.

Dazu hervorragende Gitarrenbegleitung, schöner kann ein solches Konzert nicht ausgeschmückt werden. Mit Vorliebe singt Liza da Costa portugiesisch, denn in dieser Sprache liegt die künstlerische Heimat der Sängerin, die ihre Kindheit in Lissabon verbrachte. In vielen Stücken liegt pure Lebensfreude die von der Sängerin mit einer zauberhaften und enorm wandlungsfähigen Stimme, mal in emotionaler Tiefe und dann wieder mit einem strahlenden Lächeln versprüht wird. Aufmerksamen Zuhörern blieben allerdings die Sehnsucht und die Melancholie, die mitschwangen, nicht verborgen. Die Instrumentalisten verstanden es, die stilistischen Elemente der Kompositionen auf wundervolle Weise ineinanderfließen und verschwimmen zu lassen. Dabei blieben sie fröhlich und ausgelassen, vermutlich angesteckt vom Temperament der Sängerin.

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