Fragen und Antworten

Bürgermeisterwahl in Staufenberg: Bernd Grebenstein tritt ohne Konkurenz an

Das Rathaus der Gemeinde Staufenberg im Ortsteil Landwehrhagen.
+
Das Rathaus der Gemeinde Staufenberg im Ortsteil Landwehrhagen.

Bernd Grebenstein kandidiert für eine zweite Amtszeit als Bürgermeister von Staufenberg. Er hat das Amt seit 2014 inne. Wir haben ihm fünf Fragen gestellt.

Staufenberg - In der Gemeinde Staufenberg gibt es bei der diesjährigen Wahl des Bürgermeisters am 12. September eine Besonderheit: Es steht nur ein Kandidat zur Wahl. Bernd Grebenstein (parteilos, unterstützt von der CDU) leitet die Gemeinden seit 2014 und kandidiert für eine zweite Amtszeit an.

Seit 2014 im Amt: Staufenbergs Bürgermeister Bernd Grebenstein hat noch einiges vor im Obergericht und stellt sich im September erneut zur Wahl.

Das bedeutet aber nicht, dass die Wahl bereits entschieden ist. Bürger können auf ihren Stimmzetteln „Ja“ oder „Nein“ ankreuzen. Laut Kommunalwahlgesetz hat ein Kandidat gewonnen, wenn er mehr Ja- als Nein-Stimmen erhalten hat. In Staufenberg gab es 2014 vier Kandidaten. Zudem kam es zu einer Stichwahl, die Bernd Grebenstein mit 59,16 Prozent gewann. In Staufenberg sind es 6686. Wahlberechtigt sind Bürger ab 16 Jahren.

Staufenberg benötigt rasch weitere Betreuungsplätze für Kinder. Wie schnell kann ein vierter Kindergarten gebaut werden, und für welchen Standort sprechen Sie sich aus?

Zunächst einmal müssen wir die Übergangslösung zur Umnutzung der Dorfgemeinschaftsanlage in Uschlag für 50 Kinderbetreuungsplätze erfolgreich durchführen. Damit schließen wir eine wesentliche Betreuungslücke. Im Anschluss daran müssen wir die Kita-Bedarfsplanung fortschreiben und im Rahmen einer sinnvollen Strategie eine Standortanalyse für einen vierten Kindergarten durchführen.


Wie wollen Sie Staufenberg als Gewerbestandort stärken?

Wir haben eine gute Standortauswahl. Wir haben einen starken Gewerbestandort. Das Portefeuille unserer Gewerbestruktur ist sehr breit verteilt. Im Gemeindeentwicklungskonzept ISEK aus 2016 haben wir uns fest mit allen politischen Akteuren vereinbart, mehr kleinflächiges Gewerbe anzusiedeln. Daran werden wir uns halten.

Wie und wo wollen Sie für mehr Wohnraum/Bauplätze sorgen?

Lutterberg ist als Wohnstandort ein wichtiger Ortsteil und auch Hauptgewerbestandort. Meines Erachtens ist der Ort als Gewerbestandort genug in Anspruch genommen. Weitere großflächige Ansiedlungen sehe ich sehr kritisch. Zunächst einmal sorgen wir mit unserem Baulückenkataster seit Jahren für eine verbesserte Schließung von Baulücken im Innenbereich. Hier sind wir sehr engagiert und erfolgreich. Darüber hinaus kümmern wir uns maßvoll um die Erschließung von Neubaugebieten. Wir müssen in erster Linie die Kapazitäten in der Kinderbetreuung deutlich erweitern, um im Anschluss daran für ein nachhaltiges Wohnraum- und Bauplatzangebot sorgen.

Starkregenereignisse haben auch in Staufenberg schwere Schäden verursacht, zuletzt in Dahlheim an der Nieste. Was wollen Sie dagegen tun?

Wir prüfen und analysieren, gerade im Bereich Dahlheim, in Zusammenarbeit mit dem Wasserverband Peine die Situation. Hydraulische Gutachten sind beauftragt und werden derzeit ausgewertet. Darüber hinaus führen wir Gespräche mit der Gemeinde Nieste. Hier streben wir eine Zusammenarbeit an. Nieste und Staufenberg leiden hinsichtlich Ursache-Wirkung an den gleichen Problemen. Viel Wasser bei Starkregen kommt aus den oberen Waldgebieten zum Teil völlig ungebremst in die Täler und damit in die Dorflagen.


Wie bewerten Sie die Anbindung an den ÖPNV, was ist zu tun?

Die letzten Veränderungen im ÖPNV haben wir bereits mit Bürgerbeteiligung sehr eng begleitet. Dabei haben wir auch gravierende Einschnitte verhindert. Vor allem die Anbindung unserer kleineren Ortsteile bei der Schülerbeförderung muss noch verbessert werden. Weiterhin müssen wir sicherstellen, dass an unsere älteren Menschen gedacht wird. Wir werden auch mit unserem Gemeindebus zum Einkaufen mit viel Ehrenamtsarbeit vor allem für unsere älteren Menschen da sein. (Ekkehard Maaß)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.