Ausstellung von Naturfotograf Carsten Linde noch bis 16. März zu sehen

Kraniche – Faszination der schönen Vögel

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Carsten Linde vor einem seiner Lieblingsfotos mit Kranichen, die ihr Gefieder putzen. 

Hann. Münden - Seit vielen Jahren reist der Naturfotograf Carsten Linde den Kranichen bis in die spanischen und französischen Winterquartiere sowie die skandinavischen Brutgebiete nach. Dabei gelangen ihm faszinierende Aufnahmen, die in der Galerie DReiklang in Hann. Münden zu sehen sind. 

Es schien wie ein Spiel des Zufalls: Zu hören waren über Münden am frühen Samstagabend Kraniche, die aus ihren Winterquartieren zurückkehrten, um in die Brutgebiete im Norden zu ziehen. Und in der Galerie Dreiklang wurde die Fotoausstellung „wenn die Kraniche ziehen…“, eröffnet.

Der Naturfotograf Carsten Linde (75) aus Waake sah dies einmal mehr als ein Zeichen, wie nahe die Kraniche den Menschen sind. Zur Vernissage der Ausstellung präsentierte er eine 90-minütige Multimediaschau, die an Faszination einiges zu bieten hatte. 

Mit Gitarre und Gesang begleiten Klaus und Elke Winter die Veranstaltung. Als Eingangssong hatten sie passenderweise das Lied „über den Wolken….“ von Reinhard Mey gewählt.

Tausende von Kranichen beobachtet er dabei, seine Erfahrungen und sein Wissen gibt er an Ausstellungsbesucher weiter. Besonders nah kommt er den Vögeln im Herbst am Bodden an der Ostseeküste nordöstlich von Rostock. Sie schreiten dort oft über abgeerntete Getreide- und Maisfelder, wo sie sich die für den Weiterflug notwendigen Energiereserven anfressen.

Kraniche sind länger auf der Erde als die Menschen. Sie sind sehr soziale Vögel, hätten nach Darstellung von Linde Tugenden und Eigenschaften, von denen die Menschen nur träumen könnten. Teamarbeit sei für Kraniche selbstverständlich. So fliegen die Vögel beispielsweise in Gruppen, in denen die stärkeren Kraniche vorn den Luftstrom brechen, um den folgenden Vögeln das Fliegen im Windschatten zu erleichtern. Ist der Leitvogel ermüdet, reiht er sich hinten ein und ein anderer starker Kranich übernimmt die Führung.

Linde versteht es, in seinen Fotos und Videoaufnahmen die Schönheit der Kraniche, ihre spektakulären Balztänze, ihr Brutverhalten und den Umgang mit Artgenossen so festzuhalten, dass es den Betrachter neugierig macht, mehr über diese Vögel zu erfahren. Mit Gedichten über Kraniche unterstrich er seine Begeisterung, sein Gefühl und seine Liebe zu den Vögeln. In den Gedichten steht der Kranich symbolisch für das Erhabene in der Natur. Aber auch Respekt und Achtung gegenüber seinen gefiederten Freunden übertrug sich auf die Ausstellungsbesucher.

Es gebe einen Kranich, den haben er und sein Frau Rosi, die ihn bei seinen Exkursionen unterstützt, F 36 genannt. So lautet die Ringnummer des 29-jährigen Kranichweibchens. Fast jedes Jahr entdecke er unter tausenden Kranichen diese Vogeldame wieder. 

Zu sehen ist die Ausstellung in der Galerie Dreiklang (Hannoversche Straße 2) bis einschließlich Samstag, 16. März, eine Terminabsprache unter 0 55 41/95 56 36 wird empfohlen, Eintritt frei. 

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