Zahl der Geburten ist zu gering

Krankenhaus Hann. Münden schließt Geburtshilfe

Hann. Münden. Die Geburtshilfe am Krankenhaus Hann. Münden (KHM) wird zum 1. Juli geschlossen. Das teilte der Geschäftsführer der AWO Gesundheitsdienste gGmbH, Volker Behncke, auf HNA-Nachfrage mit. Grund: zu wenige Geburten.

Die Geburtshilfe werde in Münden nicht weitergeführt, die mit dem Sozialministerium vereinbarte Struktur es neuen Klinikums Hann. Münden sehe das nicht vor.

Behncke: „Für schwangere Frauen ist die Schließung unproblematisch, da das Krankenhaus Hann. Münden eine Kooperation mit der Geburtshilfe im Agaplesion Krankenhaus Neu-Bethlehem in Göttingen eingegangen ist. Alle für die nächsten Monate geplanten Geburten können dort ohne Einschränkungen stattfinden.“ Seien 2005 noch 298 Kinder in dem Mündener Krankenhaus geboren worden, so sei die Zahl 2012 auf 147 gesunken. In den ersten fünf Monaten dieses Jahres seien es 25 Geburten gewesen. Angesichts dieser geringen Zahl und dem Ausscheiden einer Vielzahl von Hebammen, so Behncke, „können wir eine den Qualitätsansprüchen unseres Konzerns und den berechtigten Erwartungen der werdenden Eltern genügende Versorgung nicht gewährleisten. Damit für die Patienten keine qualitativen Risiken entstehen, sehen wir uns leider gezwungen, die Geburtshilfe am KHM zu schließen.“ (kri)

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Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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