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Kreisfeuerwehr übt für Waldbrand: Einsatz mit Wassertransport im Harz geprobt

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Von: Thomas Schlenz

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Ein Feuerwehrmann löscht einen imaginären Brand
Das Löschen im Waldgelände wurde bei einer Übung für einen Waldbrand erprobt. © Niedersächische Landesforsten

Einen Waldbrand zu löschen war eine Übung für die Kreisfeuerwehr im Harz bei Sieber. Eine besondere Herausforderung war Wasser über die engen Waldwege zum Einsatzort zu bringen.

Landkreis Göttingen – Einen Waldbrand auf abgelegenem Berghang schnell und effektiv mit ausreichend Wasser bekämpfen war das Ziel einer jüngsten Feuerwehrübung, wie die Niedersächsischen Landesforsten mitteilen.

Der Fachzug Wassertransport der Kreisfeuerwehr Göttingen trainierte für den Ernstfall in den Niedersächsischen Landesforsten. Am vergangenen Montagabend (16.5.) standen Freiwillige Feuerwehren aus dem Südharz vor der Aufgabe, einen fiktiven Waldbrand im Revier Königshof oberhalb der Ortschaft Sieber (Herzberg) zu löschen.

Dazu sollten rund 10 500 Liter Wasser beim ersten Eintreffen an der Brandstelle in Faltbehälter umgefüllt werden.

Herausforderung: Wasser zum Einsatzort zu bringen

Revierförster Lutz Nielen hatte einen hoch gelegenen Waldbestand ausgewählt, der von flächig abgestorbenen Fichtenwäldern umgeben war. Oliver Hassepaß, Zugführer des Fachzug 2 Wassertransport der Kreisfeuerwehr war mit der Wahl des Übungspunktes im hängigen Gelände zufrieden.

Die Wasserversorgung war eine der Herausforderungen bei der Waldbrandübung der Kreisfeuerwehr Göttingen in Sieber.
Die Wasserversorgung war eine der Herausforderungen bei der Waldbrandübung der Kreisfeuerwehr Göttingen in Sieber. © Niedersächische Landesforsten

„Vollbetankte Löschfahrzeuge auf schmalen Waldwegen und um enge Kurven zu fahren war eine Aufgabe der Waldbrand-Übungen. Das Löschwasser in die Faltbehälter umzupumpen und in Schläuchen hangauf zur Brandstelle zu bekommen, war der andere Teil der Übung“ beschrieb Hassepaß den Zweck des Einsatzes.

Nachschub an Löschwasser entnahmen die Feuerwehren im Ort Sieber aus dem gleichnamigen Fluss und brachten es über einen Kreisverkehr zum Einsatzort.

Nächste Übung schon geplant

Das Niedersächsische Forstamt Riefensbeek unterstützte die Wehren bei ihrem Wunsch nach einem Übungsgelände. Daniel Zimmermann, Betriebsdezernent im Forstamt und stellvertretender Kreiswaldbrandbeauftragter, zeigte sich zufrieden.

„Das Forstamt schätzt die Einsatzbereitschaft und Ausstattung der Freiwilligen Feuerwehren. Schließlich hat unser Forstamt leidliche Erfahrungen mit Waldbränden in den vergangenen Jahren gemacht. Da ist das gute Zusammenspiel von Forst und Feuerwehrkräften wertvoll und wichtig, um beim Ernstfall schnell und schlagkräftig zur Stelle zu sein“, so Förster Zimmermann, „außerdem kann der Wald momentan jeden Tropfen Wasser gut gebrauchen.“

In vier Wochen wolle man eine ähnliche Übung wiederholen lautete das abschließende Urteil über die Waldbrandübung in Sieber.

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