15 Kubikmeter Müll: „Münden putzt sich raus!“ - 150 Freiwillige sammelten wieder Abfall ein

Münden putzt sich raus: Viele Helfer beteiligten sich an der Aktion in der Dreiflüssestadt und packten tatkräftig an. Foto:  Siebert

Hann. Münden. „Schade, dass wir diese Arbeit überhaupt verrichten müssen", sagte Mündens Bürgermeister Harald Wegener zur Begrüßung der diesjährigen Aktion „Münden putzt sich raus", am Samstagmorgen.

Etwa 150 Freiwillige, darunter viele Kinder und Jugendliche, machten sich am Samstag bei schönstem Wetter gut gelaunt an die Arbeit. 15 Kubikmeter Müll wurden an verschiedenen Stellen der Stadt und in den Ortschaften Bonaforth, Laubach, Oberode, Gimte und Hedemünden (bereits vor einer Woche) gesammelt und damit die Schmuddelecken beseitigt. Die Kinder der Grundschule Hermannshagen haben schon einige Tage zuvor in dem Stadtteil Müll beseitigt, ebenso die Gruppen der Awo-Kita, die sich um die Reinigung des Wallanlagen-Spielplatzes gekümmert haben.

Neben dem üblichen Müll, der in die Tonne gehört, waren in diesem Jahr viele Autoreifen, sogar auf Felgen, Matratzen, Lattenroste, Kaffeemaschinen und Autozubehör dabei. Ein BMX-Rad wurde aus der Werra geholt.

Viele halfen: Die Feuerwehr und das Technische Hilfswerk mit ihren Jugendgruppen, der Ruderverein, der Pfadfinderbund Regenpfeifer (Bund Großer Jäger), der Förderverein Altstadt, der Bürgertreff, Mitarbeiter der Sparkasse, der Schutz- und Fördergemeinschaft Tillyschanze, einige Ratsherren, die Jugendhilfe Südniedersachsen, die Initiative „Ein Münden“, die GAB und die E-Jugend des Tuspo Weser-Gimte. Darüber hinaus engagierte Einzelpersonen.

Münden putzt sich raus: 150 Freiwillige sammelten Abfall

Mit dabei waren auch junge Flüchtlinge. Rund ein Dutzend. Die haben nicht nur Müll aufgelesen, sondern auch Rasen gemäht, abgerecht, Unkraut gejätet und gefegt.

Die Fischfreunde zu den drei Strömen haben die Uferreinigung an den Flüssen übernommen und das Vereinsheim an der Speckstraße als Treffpunkt für die Sammler zur Verfügung gestellt. Die Fischereigenossenschaft hat für die Stärkung mit Bratwürsten gesorgt. „Es war ein tolles Team und eine rundum gelungene Aktion“, sagte Mündens Pressesprecherin Julia Bytom. Sie dankte auch den Kommunalen Diensten Münden und dem Landkreis Göttingen für die Unterstützung. „Immer wieder kam von Passanten der Spruch: ´warum macht ihr das?, morgen ist doch sowieso alles wieder schmutzig.´ Das macht uns Freiwillige wütend und wir plädieren wie jedes Jahr, keinen Müll in die Landschaft zu werfen“, so Bytom. (zpy)

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