Noch bis 8. September

Küchen für Krieg und Frieden: Sonderausstellung zur Novemberrevolution

+
Marke Küppersbusch: Der Herd wird in der Sonderausstellung „Aufbruch in die Demokratie – Revolution zwischen Weser und Leine 1918 bis 1923“ gezeigt.

„Aufbruch in die Demokratie – Revolution zwischen Weser und Leine 1918 bis 1923“ heißt die Sonderausstellung im Städtischen Museum im Welfenschloss.

Die interessante geschichtliche Ausstellung zur Novemberrevolution mit Mündener Bezug läuft noch bis Sonntag, 8. September, und zeigt auch Altagsgegenstände.

Ein Herd der Marke Küppersbusch mit dem Zusatz „Allesbrenner Dauerbrand“ gehört zu den Exponaten des Museums, die die Schau ergänzen. Das Unternehmen „F. Küppersbusch & Söhne“ wurde 1875 als weltweit erste Herdfabrik von Friedrich Küppersbusch im Gelsenkirchener Stadtteil Schalke gegründet. Auf die handwerkliche Fertigung von Kohleöfen folgte 1880 die Serienproduktion mit zwölf Mitarbeitern. Im Jahr 1913 war Küppersbusch die größte Spezialfabrik des Kontinents: 2500 Mitarbeiter stellten täglich 350 Herde und Öfen her.

Im Ersten Weltkrieg (1914-1918) wurden Feldküchen und Feldbacköfen hergestellt, nach dem Krieg Backöfen und Öfen für den Hausgebrauch in industrieller Fertigung sowie weitere Haushaltsgeräte. In der Ausstellung im Städtischen Museum werden einige historische Plakate an einer Litfaß-Säule präsentiert. Ernst Theodor Amandus Litfaß (1816 bis 1874) war Druckereibesitzer und Verleger, der auch Wohltätigkeitsveranstaltungen organisierte. Deren Erlös ging an invalide Soldaten.

Für Plakate und Ankündigungen: Der Druckereibesitzer und Verleger Ernst Litfaß führte in Berlin die nach ihm benannte Säule ein.

Er führte in Berlin nach dem Vorbild der Städte Paris, Brüssel und London Anschlagssäulen für Plakate ein, damit nicht sämtliche Ankündigungen an Hauswänden und Mauern angebracht werden mussten. 1854 erhielt er die Konzession zur „Errichtung einer Anzahl von Anschlagssäulen auf fiskalischem Straßenterrain zwecks unentgeltlicher Aufnahme der Plakate öffentlicher Behörden und gewerbsmäßiger Veröffentlichungen von Privatanzeigen“. Statt 150 „Annoncier-Säulen“ aufzustellen, wurden 100 Säulen errichtet. Darüber hinaus wurden 50 Brunnen und Toilettenhäuschen mit Holz verkleidet, um sie plakatieren zu können. Ein Denkmal in Form einer Litfaß-Säule erinnert in Berlin-Mitte an Ernst Litfaß.

Das Städtische Museum im Welfenschloss, Schlossplatz 5, in Hann. Münden, Tel. 05541/75-202 und 75-348, hat mittwochs bis sonntags von 11 bis 16 Uhr geöffnet.

Der Eintritt für Kinder bis zum vollendeten siebten Lebensjahr ist frei, darüber kostet er 1,80 Euro, ab 18 Jahren beträgt der Eintritt 2,50 Euro.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.