Unter Strom

Ladepark auf dem Autohof in Lutterberg eingeweiht

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Am Freitag offiziell eingeweiht: der neue Ladepark für Elektroautos am Autohof Lutterberg.

Die 24-AutobahnRaststätten GmbH hat am Freitag auf ihrem Autohof in Lutterberg einen Ladepark für Elektrofahrzeuge eingeweiht, in dem 20 Fahrzeuge gleichzeitig Strom tanken können.

Dabei handele es sich um einen „Hochleistungsladepark“ des Unternehmens Ionity und einen „Großladepark“ des amerikanischen Elektroautobauers Tesla, teilte das Unternehmen mit. Wegen der Corona-Krise hatte die 24-AutobahnRaststätten GmbH auf eine geplante Einweihungsfeier vor Ort verzichtet und sie stattdessen ins Internet verlegt, wo die Anlage per Video auch präsentiert wird. „Ein Ladepark in der Dimension wie hier am Rastland Lutterberg ist dabei nicht nur für die Region, sondern für ganz Deutschland ein absolutes Aushängeschild und ein wesentlicher Baustein für die Mobilität der Zukunft“, so das Unternehmen.

Die vier „Ultraschnellladesäulen des Hochleistungsladeparks“ von Ionity, ein Gemeinschaftsunternehmen mehrerer Autobauer, setzten dabei mit einer Ladeleistung von 350 kW neue Maßstäbe. Nach Angaben von Christoph Strecker von Ionity ermögliche die 350 kW Technologie bei entsprechender Ladekapazität der Batterie eine drastische Reduzierung der Ladezeiten auf bis zu vier Minuten pro 100 Kilometer.

Vier „High-Power-Charging-Ladesäulen“ hat Ionity in Lutterberg jetzt in Betrieb genommen, für zwei weitere gebe es Vorinstallationen. An den Säulen könnten alle Elektrofahrzeuge aufgeladen werden, die über einen CCS-Anschluss verfügen. CCS steht für Combined Charging System. Der Elektroautobauer Tesla, der bisher bereits mit Ladesäulen auf dem Autohof vertreten war, hat nun 16 sogenannte „Tesla-Superchargern der 2. Generation“ installiert, wie 24-AutobahnRaststätten GmbH weiter mitteilte. Tesla-Kunden könnten innerhalb von rund 30 Minuten auf bis zu 80 Prozent ihrer Batteriekapazität aufladen. „Derartige Mega-Elektroladeparks kosten enorm viel Geld. Sie gehören daher an die beste Stelle – zu den Autohöfen“, so Alexander Ruscheinsky, Geschäftsführer und Eigentümer der 24-Autohof-Kette. „Diese liegen an Autobahnausfahrten und können daher von beiden Autobahnseiten und zusätzlich aus dem Umland angefahren werden, sind also dreimal effizienter als einseitig an der Autobahn liegende Raststätten“.

Zur Investitionssumme teilte Daniel Weber, Prokurist der 24-Autobahn Raststätten GmbH, gegenüber unserer Zeitung mit, dass diese sich schwer genau zu beziffern ließe, da sie sich auf mehrere Beteiligte verteile. Die Summe belaufe sich aber „in jedem Fall auf einen hohen sechsstelligen Betrag (mit Tendenz nach oben)“.

Mit dem Bau des Ladeparks ist Mitte des vergangenen Jahres begonnen worden, wir berichteten.

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