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Landesförderung für Bauprojekte im Niemetal

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Von: Kim Henneking

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Bürgermeister Frank Bete, Heidrun Steinbach, Frank Steinbach und stellvertretender Gemeindedirektor Matthias Freter sitzen vor dem ältesten Haus in Löwenhagen.
Günstiger saniert: Bürgermeister Frank Bete, Heidrun Steinbach, Klaus Steinbach und stellvertretender Gemeindedirektor Matthias Freter sitzen vor dem ältesten Haus in Löwenhagen. Die Sanierung wurde durch das Förderprogramm günstiger. © Kim Henneking

Bis zum 30.09.2022 können Bewohner der Gemeinde Niemetal einen Antrag auf Fördergelder des Dorferneuerungsprogramms stellen. Privathäuser in Löwenhagen, Imbsen, Varlosen und Ellershausen können so um 30 Prozent günstiger saniert werden.

„Wir wollen das Haus für zukünftige Generationen erhalten“, sagen Heidrun und Klaus Steinbach. Die Löwenhäger sanieren das 280 Jahre alte Haus ihrer Familie. Dabei werden ihnen 30 Prozent der Kosten durch das Dorferneuerungsprogramm des Landes Niedersachsen zurückerstattet.

Wer diesen Zuschuss auch für sein Privathaus erhalten möchte, kann noch bis 30. September einen Antrag stellen. Neue Fenster, neue Dachrinnen und einen neuen Anstrich erhält das älteste Haus des Dorfes. Auch einige beschädigte Balken müssen im Fachwerk erneuert werden.

Weil das Haus denkmalgeschützt ist, muss das Ehepaar Steinbach besondere Vorgaben bei der Sanierung erfüllen. So kostet beispielsweise ein Fenster für einen Neubau üblicherweise 300 Euro, für das Fachwerkhaus sind aber spezielle Fenster vorgegeben, die rund 800 Euro kosten, erklärt Klaus Steinbach. Die Kostenerstattung in Höhe von 30 Prozent durch das Förderprogramm sei „ein guter Ansporn“ gewesen, sich für die umfangreichen Arbeiten zu entscheiden. Ein weiterer Vorteil sei die kostenlose Beratung durch einen Architekten des Landkreises gewesen. Er habe das Ehepaar besucht und sie dazu beraten, welche Arbeiten sich im Rahmen des Förderprogrammes lohnen.

Aber Antragsteller müssen auch Geduld mitbringen, gibt Klaus Steinbach zu bedenken. Die Bearbeitung des Antrages habe mehrere Monate betragen. Und auch das Förderprogramm gebe einige Auflagen vor. Zudem sei für die Umsetzung ein bestimmter Zeitraum vorgegeben. Leider sei es aufgrund der hohen Auftragslage der Handwerker schwierig gewesen, diese Vorgabe einzuhalten. Und die stetig steigenden Rohstoffpreise hätten es den Handwerkern erschwert, ihre Angebote einzuhalten. Ein Antrag auf Verlängerung des Umsetzungszeitraums sei jedoch bewilligt worden.

Nun ist die Sanierung bald abgeschlossen und der ehemalige Bauernhof aus dem Jahr 1742 kann auch für die Kinder und Enkelkinder der Steinbachs für weitere Jahrzehnte ein gemütliches Zuhause an der Nieme sein.

Antrag bei Gemeinde Niemetal bis 30.09.2022

2012 wurde die Gemeinde Niemetal ins Dorferneuerungsprogramm aufgenommen, berichten der stellvertretende Gemeindedirektor Matthias Freter und der Bürgermeister Frank Bete. Eine Arbeitsgruppe aus engagierten Bürgern und Gemeindevertretern habe das Programm bereits seit 2008 vorbereitet und eine Übersicht über die Infrastruktur der vier Dörfer erstellt. Damals habe man dem Leerstand auf dem Land entgegenwirken wollen, indem man die Sanierung von Privatgebäuden, Betrieben und Gemeindegrundstücken fördert, und so das Abwandern in die umliegenden Städte verhindert. Zehn Jahre später könne man nun sagen, dass diese Befürchtung nicht eingetreten ist.

Nun können Bürger noch bis zum 30. September einen Antrag auf Förderung stellen und ihr Vorhaben im Laufe des Jahres 2023 umsetzen. Seit Beginn der Förderung sind laut dem Amt für regionale Landesentwicklung Braunschweig 800 000 Euro und 310 000 Euro an die Gemeinde ausgezahlt worden. Aktuell laufen noch Anträge mit einer Zuwendungshöhe von rund 225 000 Euro. 62 Privathaushalte haben das Förderprogramm bisher für ihre Vorhaben genutzt. Zu den Gemeindeprojekten gehören das Regenrückhaltebecken in Varlosen, der Gehweg an der Niemetalstraße in Löwenhagen, die Außenanlage des Dorfgemeinschaftshauses in Ellershausen und die Sanierung der Kirchen in Imbsen, Varlosen und Ellershausen.

Kontakt: Ansprechpartnerin für Interessierte an einer Förderung durch das Dorferneuerungsprogramm im Niemetal ist Stefanie Freitag, 055 02/302-65, freitag@dransfeld.de

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