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Landkreis Göttingen erhöht Beteiligung an den Kita-Kosten - Angebot an Staufenberg

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Von: Thomas Schlenz

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Blick in eine Kita mit spielenden Kindern. Staufenberg sieht sich nicht mehr in der Lage, die Kosten für die Kindertagesstätten zu tragen. Jetzt soll die Aufgabe an den zuständigen Landkreis zurückübertragen werden.
Die Kommunen im Landkreis Göttingen sollen mehr Geld für ihre Kitas bekommen. (Symbolbild) © Archiv-Foto: Uwe Anspach/dpa

Die Vereinbarung über die Betreuung von Kindern in Kindertagesstätten wird zwischen den Gemeinden und dem Landkreis neu geschlossen. Die Kommunen sollen eine höhere Beteiligung bekommen. So hoffe man auch, Staufenberg wieder mit ins Boot zu holen.

Landkreis Göttingen – Die Vereinbarung über die Betreuung von Kindern in Kindertagesstätten wird zwischen den Gemeinden und dem Landkreis neu geschlossen. Darauf haben sich der Kreis und die Gemeinden geeinigt. Damit einher geht auch eine Neuregelung der Finanzierung der Einrichtungen.

Landkreis Göttingen: Beteiligung soll auf 8 Millionen steigen

Ab dem Jahr 2023 soll die Beteiligung des Kreises an den Betriebskosten zunächst für fünf Jahre von jährlich derzeit vier Millionen auf dann acht Millionen Euro steigen. Außerdem sollen die Kommunen über eine Senkung der Kreisumlage im kommenden Jahr ebenfalls um 13 Millionen Euro entlastet werden. Laut Landrat Marcel Riethig handelt es sich bei der Einigung um einen klassischen Kompromiss: „Die Einigung ist keine Jubelveranstaltung, aber ein wichtiger Schritt“, betonte Riethig. Ob auch in den kommenden Jahren weitere Entlastungen über die Kreisumlage möglich seien, werde später geprüft.

Sprachen über Kitas: Mündens Bürgermeister Tobias Dannenberg, Bovendens Bürgermeister Thomas Brandes, Kreisrätin Marlies Dornieden, Landrat Marcel Riethig.
Sprachen über Kitas: Mündens Bürgermeister Tobias Dannenberg, Bovendens Bürgermeister Thomas Brandes, Kreisrätin Marlies Dornieden, Landrat Marcel Riethig. © Thomas Schlenz

„Ich finde es gut, dass wir uns aufeinander zubewegt haben, ich persönlich hätte mir für uns aber ein besseres Ergebnis gewünscht“, erklärte Hann. Mündens Bürgermeister Tobias Dannenberg. Durch die Neuregelung steige der Zuschuss des Landkreises von derzeit 400 000 Euro auf dann 800 000 Euro.

Staufenberg: Landkreis könne der Gemeinde nicht mehr anbieten

Mit Blick auf die Gemeinde Staufenberg erklärte Riethig, der Landkreis könne derzeit nicht mehr anbieten als den nun geschlossenen Kompromiss. Staufenberg hatte jüngst die noch geltende Vereinbarung mit Blick auf hohe Kosten der Finanzierung durch die Gemeinde gekündigt.

Bovendens Bürgermeister Thomas Brandes, der für die Gemeinden den Kompromiss mit ausgehandelt hatte, erklärte, die Anforderungen an die Kinderbetreuung seien in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. Durch die Beitragsfreiheit für Kinder ab drei Jahren würden die Angebote deutlich mehr wahrgenommen. Als Gemeinde erfülle man diese Aufgaben gern, es habe aber eine Unwucht bei der Finanzierung gegeben. Alle Beteiligten waren sich einig, dass Land und Bund mehr für die finanzielle Ausstattung der Kommunen tun müssen. Hinzu komme das Problem des Personalmangels: Deswegen fordere er das Land dazu auf, die Erzieherausbildung zu reformieren und damit das Berufsbild attraktiver zu gestalten. (Thomas Schlenz)

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