Führender in Niedersachsen

45 Projekte in zehn Jahren - Landkreis Göttingen ist im Klimaschutz Spitze

+
Erste Kreisrätin Christel Wemheuer (Bildmitte) präsentierte zusammen mit Kai Wucherpfennig und Kristina Schneider (beide Klimaschutzmanagement des Landkreises Göttingen) das neue Klimaschutzkonzept.

Der Landkreis Göttingen ist landesweit Spitze im Klimaschutz. Das hat eine Auswertung der Klimaschutz- und Energieagentur Niedersachsen für die Jahre 2008 bis 2018 ergeben.

„Bis 2050 soll Deutschland weitgehend klimaneutral werden“, sagte erste Kreisrätin Christel Wemheuer bei der Bekanntgabe der Ergebnisse. „Dafür fördert das Bundesumweltministerium Projekte, die Energieverbrauch und Treibhausgas-Emissionen senken.“

Und genau dabei nehme der Landkreis Göttingen in Niedersachsen die Spitzenposition ein. „Hier wurden in den vergangenen zehn Jahren mit Abstand die meisten Klimaschutzprojekte umgesetzt“, sagte Wemheuer. 

Insgesamt 45 Maßnahmen aus den Bereichen „Sanierung LED Beleuchtung“, „Sanierung Belüftung“ sowie „Klimaschutzkonzepte“ seien im Landkreis umgesetzt und gefördert worden.

Landkreis Northeim gehört zu den Schlusslichtern

Mit großem Abstand auf Platz zwei folgten die Landkreise Schaumburg (26 geförderte Projekte), Emsland (22), Osnabrück (18), Helmstedt (16), Goslar (13), Grafschaft Bentheim und Region Hannover (je 12) sowie Hameln-Pyrmont und Celle (je 11). 

Schlusslichter in dieser Bilanz sind die Landkreise Aurich, Wesermarsch, Verden, Heidekreis und auch Northeim, die es in zehn Jahren jeweils nur auf zwei geförderte Projekte brachten. Unter den vom Bund geförderten Klimaschutzmaßnahmen, die der Kreis Göttingen umgesetzt hat, gehörten auch mehrere im Altkreis Münden. 

Fördersumme belief sich auf knapp 2,2 Millionen Euro

So floss etwa für die Sanierung der Lüftungsanlage in der Grotefend-Sporthalle Hann. Münden eine Fördersumme von 70 569 Euro, für die Sanierung der Hallen- und Innenbeleuchtung der Sporthalle am Werraweg in Münden 19 558 Euro und für die in der Dransfelder Sporthalle Lange Trift (inklusive Umkleide- und Nebenräume) 28 997 Euro.

Die gesamte Fördersumme für alle 45 Projekte belief sich auf knapp 2,2 Millionen Euro. „Wir spüren, dass wir mit dem, was wir tun, erfolgreich sind“, zeigte sich Wemheuer zufrieden. 

Ziel: Bis 2040 nur noch erneuerbare Energie

Das vor einem knappen Jahr verabschiedete Klimaschutzkonzept des Landkreises Göttingen sieht vor, bis 2040 unter anderem den Energiebedarf für Strom und Wärme zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien zu decken. 

Dazu wurde ein umfangreicher Leitprojekt- und Maßnahmenkatalog für die Bereiche Mobilität, Erneuerbare Energien und Energieeffizienz, Klimaschutz in den kreiseigenen Liegenschaften sowie Öffentlichkeitsarbeit und Umweltbildung erstellt.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.