Arbeitsmarkt im März mit leichter Frühjahrsbelebung

Landkreis Göttingen. Von einem „lauen Lüftchen" am Arbeitsmarkt spricht die Arbeitsagentur Göttingen angesichts der Zahlen aus dem Monat März.

Im Kreis Göttingen waren 8223 Menschen arbeitslos gemeldet, was einer Quote von 6,4 Prozent entspricht (im März voriges Jahr: 6,7 Prozent).

Im Landkreis Northeim waren 4881 Personen gemeldet (7 Prozent, Vorjahreswert: 7,1 Prozent) und im Landkreis Osterode gab es im März 2507 Arbeitslose (6,8 Prozent, Vorjahr: 8 Prozent). Der Göttinger Agenturbezirk umfasst alle drei Landkreise.

Liste offener Stellen in der Region

Die Zahl der Arbeitslosen dort sank im März im Vergleich zum Vormonat um 428 auf 15.611. Noch vor einem Jahr waren 920 Menschen mehr arbeitslos gemeldet, das entspreche einem Rückgang gegenüber März 2014 von 5,6 Prozent. Die aktuelle Arbeitslosenquote beträgt für den Agenturbezirk Göttingen 6,6 Prozent. Damit liegt sie 0,2 Prozentpunkte unter dem Februar- und 0,4 Prozentpunkte unter dem März-Wert 2014. Die Zahl der neu gemeldeten Arbeitsstellen lag sowohl über dem Februar-Wert als auch über dem Ergebnis des Vorjahresmonats. Im zurückliegenden Monat meldeten Wirtschaft und Verwaltung 1.194 Arbeitsstellen bei der Arbeitsagentur. Das waren 61 bzw. 5,4 Prozent mehr als im Februar und 194 bzw. 19,4 Prozent mehr als im März 2014.

Der Anteil sozialversicherungspflichtiger Stellen lag bei 87 Prozent, meldet die Agentur weiter. Insgesamt seien derzeit 2683 offene Stellen in Südniedersachsen bei der Arbeitsagentur gemeldet.

Hoch sei die Zahl der Arbeitslosen, die keine Berufsausbildung abgeschlossen haben: Ihr Anteil liege bei 44 Prozent, heißt es weiter.

Das Risiko, auf lange Zeit arbeitslos zu werden, steige ohne abgecshlossene Ausbildung erheblich, so Agenturchef Dieter Gläser: „Der Anteil der Menschen ohne abgeschlossene Berufsausbildung oder auch von Menschen mit nicht mehr verwertbarer, da veralteter Qualifikation, liegt im Bereich der Grundsicherung für Arbeitsuchende deutlich höher als im Bereich der Arbeitslosenversicherung. Gut 56 Prozent der Arbeitslosen, die auf Leistungen der Jobcenter angewiesen sind, haben keine Ausbildung absolviert.“

Zugleich weist die Arbeitsagentur darauf hin, dass die Perspektiven für Ausbildungssuchende in der Region so gut wie lange nicht seien. Erstmals überstieg im März die Zahl der gemeldeten Ausbildungsstellen und dualen Studienangebote die der Jugendlichen, die sich bei der Arbeitsagentur und den Jobcentern ausbildungsuchend gemeldet haben.

Die Zahlen für den Geschäftsstellenbezirk Hann. Münden (mit Samtgemeinde Dransfeld und Staufenberg) werden wie folgt zusammengefasst: Die Arbeitslosigkeithat sich von Februar auf März um 20 auf 1264 Personen erringert. Das waren 76 Arbeitslose weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquoteauf Basisaller zivilen Erwerbspersonen betrug im März 5,9 Prozent vor einem Jahr belief sie sich auf 6,2 Prozent. Dabeimeldeten sich 320 Personen (neu oder erneut) arbeitslos, zwölf meh rals vor einem Jahr, und gleichzeitig beendeten 340 Personen ihre Arbeitslosigkeit (-51). Seit Jahresbeginn gab es insgesamt 1047 Arbeitslosmeldungen, das sei ein Plus von 24 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Dem stehen 875 Abmeldungen von Arbeitslosen (-186) gegenüber.

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