Bauern im Landkreis Göttingen sind mit Weizenernte zufrieden

Landkreis Göttingen. Die Bauern im Landkreis Göttingen sind mit der Weizenernte zufrieden, bestätigt Achim Hübner, Geschäftsführer des Kreisbauernverbands Landvolk Göttingen. Das deckt sich mit dem Ernteergebnis in Niedersachsen.

„Noch im Mai sind wir wegen der anhaltenden Dürre von einer katastrophalen Saison ausgegangen“, sagt Hübner. Diese sei letztlich aber ausgeblieben. „Warum, kann man nicht sagen“, so Hübner.

Die Mengenerträge seien mit sieben bis neun Tonnen pro Hektar insgesamt durchschnittlich gut, die der Wintergerste sogar etwas besser. „Allerdings sind dieses Jahr aufgrund der Trockenheit größere Schwankungen zwischen den Anbaugebieten zu verzeichnen“, sagt Hübner. Normalerweise lägen die Unterschiede bei 25 Prozent, 2015 nun aber bei 50. „Je tiefer im Tal und näher an Gewässern, desto besser.“

Der Klimawandel könne auch als Vorteil für den Kreis gesehen werden. „Wenn weniger auf dem Markt ist, profitieren wir“, sagt Hübner. In anderen Regionen mit schwierigeren Böden könne solches Wetter zu größeren Einbußen führen, wenngleich Saatgutproduzenten nach wie vor an Sorten feilten, die resistenter gegen Trockenheit sind.

Um die Ernte gut über die Bühne zu bringen, mussten Bauern in diesem Jahr wieder ihre Mähdrescher in einigen Fällen umrüsten. „Der Weizen war früh reif. Optimal wäre, dass die Rapsernte abgeschlossen ist, wenn er geerntet wird. Das war nicht der Fall“, sagt Hübner. Doch das sei kein erhebliches Problem.

Auch Claus Baumgärtel, Bezirksvorsitzender Münden des Landvolks Göttingen, ist zufrieden mit der Ernte. „Wie sich die Preise entwickeln, werden wir sehen. Derzeit ist alles wie immer, ohne große Schwankungen“, sagt er. Der Weizenpreis in der Ernte liegt laut Achim Hübner bei 15 Euro pro Doppelzentner.

Weizen sei im Landkreis noch immer die wichtigste Frucht. „Auf 50 Prozent des Ackerlands wird er angebaut.“

Rubriklistenbild: © picture-alliance/ dpa

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