Die Region hält sich fit

Gegen Bundestrend: Sportabzeichen im Kreis Göttingen weiter beliebt

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Deutsches Sportabzeichen: Die Palette der Sportarten, in denen es abgelegt werden kann, beinhaltet Leichtathletik, Schwimmen, Gerätturnen und Radfahren. 

Das Deutsche Sportabzeichen (DSA) erfreut sich auch nach über 100-jähriger Geschichte immer noch großer Beliebtheit im Landkreis Göttingen. 

Ein deutlicher Einbruch bei der Anzahl abgelegter Sportabzeichen ist im Gegensatz zum bundesweiten Trend nicht festzustellen: 2013 absolvierten laut den Zahlen des Landessportbundes Niedersachsen im Landkreis Göttingen (zuzüglich Altkreis Osterode) 4214 Menschen das Deutsche Sportabzeichen.

Im Jahr 2014 folgte dann mit 4604 DSA die höchste Absolventenzahl der vergangenen sechs Jahre. 2018 waren es immerhin 4338, wie eine Anfrage beim Kreissportbund Göttingen-Osterode (KSB) und Stadtsportbund Göttingen ergab. 

Zusammenarbeit mit den Schulen sorgt für die Kontinuität

„Dem Trend ist klar zu entnehmen, dass es keine massiven Einbrüche bei den abgelegten Sportabzeichen gibt“, sagt Günter Thiele, der die Leitung der Sportabzeichen-Prüfung des KSB innehat. „Bei uns auf dem Land spielt das Fitness-Studio nicht die Rolle wie zum Beispiel in Göttingen“, sagt Thiele. 

Einen Grund für die Kontinuität sieht er in der engen Zusammenarbeit mit den Schulen im Landkreis. Dadurch blieben die Zahlen bisher „halbwegs stabil“.

Horst Schendel ist in Münden DSA-Prüfer. Die Zahlen der abgenommenen DSA bei der Turngemeinde Münden der Jahre 2010 bis 2018 weisen ebenfalls auf keinen Rückgang hin: 2010 wurden insgesamt 59 Abzeichen abgenommen, 2014 wurden 91 Prüfungen absolviert, im vergangenen Jahr waren es sogar 113. 

Die Teilnahme in diesem Jahr sei allerdings mäßig, nur wenige Sportler hätten bisher das Abzeichen abgelegt.

2012 wurde das Sportabzeichen modernisiert

2012 wurde das DSA modernisiert: Die Anforderungen basieren nun auf den Grundfähigkeiten Ausdauer, Kraft, Schnelligkeit und Koordination. „Wir haben einen großen Mangel an Absolventen mittleren Alters – den Zuspruch in jungen Jahren können wir nicht in die folgenden Altersgruppen hinüberretten“, sagte der damals amtierende DOSB-Vizepräsident Walter Schneeloch zur Reform.

Das Deutsche Sportabzeichen wurde 1912 geschaffen: Die Hauptversammlung des Deutschen Reichsausschusses für Olympische Spiele legte die Verleihung und die Bedingungen für die Auszeichnung fest, die damals noch„Auszeichnung für vielfältige Leistung auf dem Gebiet der Leibesübungen“

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