Förderprogramm für Landkreis Göttingen denkbar

Ausschuss empfiehlt Stipendium für künftige Erzieher im Landkreis Göttingen 

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Unterstützung für Erzieher: Landkreis nimmt Antrag der Parteien an 

Der Jugendhilfeausschuss des Landkreises Göttingen hat einen Antrag der SPD, der Grünen und der freien Wähler für künftige Erzieher mehrheitlich angenommen.

Mit dem Stipendium will die Gruppe die Ausbildung von Erziehern fördern. Der Antrag empfiehlt dem Kreistag, beginnend im Haushalt 2020/2021 bis 2024/2025, jeweils sechs Stipendienplätze für angehende Erzieher im Anschluss an die Sozialassistentenausbildung einzurichten. Die Höhe des Stipendiums solle 250 Euro pro Monat betragen, die über zwei Jahre an die Empfänger gezahlt werden sollen. Die Stipendien sollten regional angemessen verteilt werden. Auswahl und Finanzierung der Stipendiaten sollten im Einvernehmen mit den Schulleitungen zentral über die BBS II Göttingen und die BBS II Osterode organisiert werden, heißt es in dem Antrag.

Die CDU-Mitglieder im Ausschuss hatten den Antrag abgelehnt oder sich enthalten. Die Ausschussvorsitzende Sigrid Jacobi (CDU) begründete das Abstimmungsverhalten ihrer Partei damit, dass die Wirkung des Programms zu niedrig sei, da es sich nur um sechs Förderplätze jährlich handele. Zudem seien die Sozialassistenten, deren weitere Ausbildung mit dem Programm gefördert werden soll, bereits im System.

Stattdessen müsse eine Offensive gestartet werden, um generell mehr junge Menschen für den Beruf des Erziehers zu begeistern. Es sei nicht Aufgabe des Landkreises, sondern des Landes, Förderprogramme aufzulegen. Schließlich halte die CDU den Verwaltungsaufwand für das Projekt zu hoch. Auch überstiegen die Kosten mit 216 000 Euro ein vertretbares Maß.

Das Geld werde für andere Aufgaben, etwa für mehr Sozialarbeiter an Grundschulen, dringender benötigt, betont Jacobi. Die endgültige Entscheidung über das Stipendienprogramm trifft der Kreistag, der am Mittwoch, 3. Juli, im Ratssaal des Neuen Rathauses der Stadt Göttingen tagt. 

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