Arbeitsagentur und Landkreis unterstützten Haupt- und Förderschüler

Kreistag stimmt für das Programm für Berufseinsteiger

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Landkreis Göttingen. Ein neues Programm von Landkreis und Agentur für Arbeit begleitet Haupt- und Förderschüler beim Übergang von der Schule in die Berufsausbildung.

Der Kreistag beschloss in seiner jüngsten Sitzung einstimmig das Förderprogramm.

Das auf fünf Jahre angelegte Programm kostet dem Landkreis nach Auskunft von Schuldezernent Marcel Riethig (SPD) 756.000 Euro. Die selbe Summe trägt die Arbeitsagentur. Ebenso wie der Landkreis wird auch die Stadt Göttingen gemeinsam mit der Agentur für Arbeit dieses Programm zum begleiteten Berufseinstieg umsetzen. Die beiden Programme umfassen damit zusammen rund drei Mio. Euro.

Das Projekt wird am 1. September dieses Jahres beginnen und läuft bis 31. August 2020. Kern des Programms: Ein Sozialpädagoge oder eine Sozialpädagogin wird die Schüler des Jahrgangs 8 während der letzten Schuljahre sowie maximal ein halbes Jahr in der Lehre unterstützen. Dem Jugendhilfeausschuss wird jährlich ein Bericht über die Umsetzung des Programms vorgelegt.

Alle Fraktionen befürworteten diese Förderung der Jugendlichen. Grünen-Abgeordneter Dietmar Linne sprach von einer guten Investition, um Jugendlichen eine berufliche Perspektive zu geben. Der Fraktionsvorsitzende der Linken, Dr. Eckhard Fascher, sagte, das Programm werde dazu beitragen, die Schulabbrecherquote zu senken.

Lothar Dinges, Fraktionsvorsitzender der Freien Wähler Landkreis Göttingen, erklärte, nach fast 40-jähriger Tätigkeit als Pädagoge an einer Förderschule wisse er, wie erfolgreich das Programm sein kann. Dass die Berufseinstiegsbegleitung nach der Schule nur maximal sechs Monate der Ausbildung umfasse, sei zu kurz. Dieser Zeitraum müsste erweitert werden, forderte Dinges.

„Ausbildungshilfe statt Sozialhilfe, das ist klasse“. So kommentierte die SPD-Abgeordnete Edeltraud Wucherpfennig das Programm. Sie bescheinigte Dezernent Riethig eine gute Arbeit.

Riethig wies im Gespräch mit der HNA darauf hin, dass bereits an der Oberschule in Groß Schneen und an der Schule am Botanischen Garten ein begleiteter Berufseinstieg läuft.

Beispiele hätten gezeigt, dass Schüler, die beim Übergang in den Beruf unterstützt würden, in deutlich höherem Maße einen Schulabschluss schaffen und anschließend auch die Lehre. Wenn dem Landkreis das auch ohne gelänge, könnten am Ende des fünfjährigen Programms sogar Sozialausgaben eingespart werden, so der Kreisrat. (kri)

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