Im Herbst Entscheidung über schnelles Internet

Landkreis Göttingen. Gutachter haben drei Varianten geprüft, um die Gebiete mit langsamem Internet im Landkreis auszumerzen. Nun muss sich der Kreis entscheiden.

Die „weißen Flecken“, also die Gebiete mit langsamem Internet, sind im Landkreis Göttingen nach wie vor da. Um das zu ändern, müsste eine Datenautobahn errichtet werden. Die ideale Lösung, um das Ziel zu erreichen, wäre der Glasfaserausbau, meint Detlev Barth, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Region Göttingen GmbH (WRG).

Ziel des Landes, so Barth, seien mindestens 30 Megabit pro Sekunde (Mbit/s) im Download (Herunterladen).

Im November, kündigte Erste Kreisrätin Christel Wemheuer an, werde die Verwaltung dem Kreistag einen Beschlussvorschlag unterbreiten. Bis dahin werde die Verwaltung ausloten, welche finanziellen Förderquellen - Bund, Land und EU - angezapft werden können. Die Alternativen sind: Entweder ein Glasfasernetz selbst zu bauen und an einen privaten Netzbetreiber zu verpachten oder im Rahmen einer Ausschreibung ein Unternehmen zu beauftragen, das Netz zu verbessern, indem es die weißen Flecken schließt. Das aber setzt voraus, dass die öffentliche Hand dem Betreiber einen Zuschuss zahlt, um die Wirtschaftlichkeitslücke zu schließen.

Um der Politik eine Entscheidungshilfe zu geben, hatte der Kreistag die Vergabe eines Gutachtens beschlossen. Die Expertise liegt vor und wurde von den Fraktionen intern beraten sowie den Kommunen vorgestellt. Die Experten haben drei Varianten geprüft:

1. Glasfaser bis zum Kabelverzweiger der Telekom. Nachteil dieser Lösung: Geringe Reichweite gemessen am Ziel 30 Mbit/s.

2. Glasfaser bis zum Gebäude. Vorteil: Reichweite von bis zu 40 Kilometer. Nachteil: mindestens doppelt so teuer wie Glasfaser bis zum Kabelverzweiger.

3. Ein nach einer Ausschreibung beauftragtes Unternehmen optimiert das Netz auf mindestens 30 Mbit/s und erhält - damit es sich für den Betreiber rechnet - einen Zuschuss von der öffentlichen Hand. 

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