Vor allem Kassel ist Ziel 

Jeder Vierte aus dem Landkreis Göttingen pendelt 

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Pendler-Los: Im Stau auf dem Weg zur Arbeit. 

Landkreis Göttingen. Fast ein Viertel der im Landkreis Göttingen wohnhaften Beschäftigten pendelt für die Arbeit in einen anderen Kreis. 

Das sind 28.671 von 120.737 oder rund 24 Prozent der in der Region Göttingen wohnenden Menschen. Die meisten Auspendler aus dem Landkreis Göttingen fahren zur Arbeit in den Kreis Northeim (5851) und in die Stadt Kassel (3596). Umgekehrt sind es rund 36.964 Menschen, die für die Arbeit in die Region Göttingen fahren.

Auch die Pendler aus dem Altkreis Münden, zu dem auch Staufenberg und Dransfeld gehören, fahren vor allem zum Arbeiten nach Kassel. Im Juni 2018 gab es hier 15 827 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte, 3,5 Prozent mehr als im Juni 2015, teilt Christine Gudd, Sprecherin der Agentur für Arbeit, mit. 7245 von ihnen arbeiteten zu diesem Zeitpunkt im Altkreis Münden. Die andere Hälfte pendelte beruflich bedingt in andere Regionen und Landkreise. Der größte Teil der Pendler fuhr zur Arbeit nach Kassel (4064) – und das sei nicht verwunderlich, so Gudd, da das wichtigste Kriterium für die Ausrichtung der Arbeitssuche sei, wie gut der Arbeitsplatz per Auto oder Öffentlichem Nahverkehr zu erreichen ist. Fast 3142 Menschen pendelten nach Göttingen oder Northeim.

Auch die Entwicklung der Arbeitsmärkte spiele eine Rolle, so Gudd. Im Raum Münden, Dransfeld und Staufenberg stieg das Angebot der sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätze von Juni 2015 bis Juni 2018 um 1,9 Prozent – und damit deutlich geringer als in den umliegenden Landkreisen Northeim (plus 5,7 Prozent), Kassel (plus vier Prozent) und im Kreis Göttingen (3,7 Prozent). „Die Beschäftigungschancen sind insbesondere außerhalb des Geschäftsstellenbezirkes Hann. Münden deutlich gestiegen“, erklärt Gudd.

Die Nähe zu Kassel mache sich auch auf die Einpendlerzahlen bemerkbar: 7245 Menschen fahren aus Kassel in den Altkreis Münden, 1436 aus anderen Orten der Landkreise Göttingen und Northeim. 

Im Pendleratlas der Bundesagentur für Arbeit können Informationen zu den Aus- und Einpendlern und der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung am Wohn- und am Arbeitsort für jeden Kreis in Deutschland abgerufen werden. Dabei werden die zehn Kreise des unmittelbaren Nahbereiches (circa 150 Kilometer) ausgewiesen, in denen die meisten Auspendler arbeiten bzw. aus denen die meisten Auspendler kommen. Ihn gibt es unter https://zu.hna.de/pendler

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