Kreis plant Projekt zu neuen Wohnformen auf dem Land

IrmtraudGralla

Landkreis Göttingen. „Innovative Wohn- und Versorgungsformen im ländlichen Raum“ heißt das Projekt, für das der Landkreis jetzt Zuschüsse beim Land beantragen will.

Der Landkreis wird bei der Landesregierung einen Zuschuss beantragen für eine Pilotstudie „Innovative Wohn- und Versorgungsformen im ländlichen Raum“. Der Kreistag gab mit einstimmigem Beschluss der Kreisverwaltung den Auftrag, Fördermittel zu beantragen. Sollte der Landkreis mit seiner Bewerbung erfolgreich sein, will die Kreisverwaltung das Projekt mit Hilfe von Fachleuten umsetzen.

Die Mündener CDU-Kreistagsabgeordnete Irmtraud Gralla wies darauf hin, dass das Thema Wohnformen im Alter bei Informationsveranstaltungen der Mobilen Wohnberatung und des Senioren- und Pflegestützpunktes vorgestellt werde. Wichtig für den ländlichen Raum sei, generationsübergreifend Aktivitäten zu bündeln, denn das Bewusstsein der gemeinsamen Verantwortung und der Bereitschaft zur gegenseitigen Hilfe entstehe am ehesten im überschaubaren Raum, also in der Nachbarschaft.

Der nachbarschaftliche Zusammenhalt zeichne bereits einige Dörfer im Landkreis aus, allerdings gebe es in einigen Bereichen aber noch Bedarf an wohnortnaher Beratung und Vorsorge. Daher könnten dort, wo der demografische Wandel mit besonderen Herausforderungen vorhanden ist, mit der Pilotstudie Schwerpunkte gesetzt werden, meinte die Abgeordnete. Beispielsweise könnten leerstehende Gebäude in eine Seniorengemeinschaft oder in in das Dorfleben integrierte Treffpunkte für Jung und Alt umgestaltet werden, meinte Irmtraud Gralla, die auch im Demografiebeirat des Landkreises mitarbeitet.

Die CDU/FDP- Gruppe sehe daher in der Pilotstudie eine gute Ergänzung zur Demografiestrategie des Landkreises, aber auch eine Chance, die Versorgungslage vor allem in den kleineren Ortschaften des Landkreises zu verbessern.

Grünen-Abgeordnete Steffani Wirth lobte die Demografiebeauftragte des Landkreises, Regina Meyer. Sie habe den Förderantrag schnell vorbereitet, die Aufforderung des Landes zu einer Bewerbung sei kurzfristig gewesen. Der Landkreis habe die Chance, Maßnahmen zu 100 Prozent vom Land gefördert zu bekommen, so die Kreistagsabgeordnete. (kri)

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