Die Narren im Niemetal legten noch einen drauf

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Herzig: Der Männerchor mit (von links) Alfred Nienstedt, Leon Fischer, Manuel Freitag, Christoph Kemper, Björn Maaske, Daniel Gerke. 

Ellershausen. Von fehlender Karnevalsstimmung konnte man beim „After Aschermittwoch" am Samstagabend im Dorfgemeinschaftshaus Ellershausen mit Sicherheit nicht reden: Es gab eine Karnevalssitzung, wie es die Ellershäuser seit über 30 Jahren gewohnt sind.

Die 14 aktiven Mitglieder der Karnevalssparte des JTSV Bramwald Ellershausen hatten für ihre Karnevalssitzung ein abendfüllendes Programm auf die Beine gestellt. Für 80 Personen waren Tische und Stühle aufgebaut, doch musste kurz vor Programmbeginn spontan schnell erweitert werden, damit jeder einen Sitzplatz bekam.

Immer einen deftigen Spruch auf den Lippen: Moderator Hartmut Grünewald.

Das Dorfgemeinschaftshaus hatte sich mit Hexen, Nonnen, Teufeln, Häschen, Sträflingen, Rugbyspielern und Geistlichen gefüllt, als Erna Schabulski (Stefanie Freitag) als „Karnevalsprinzessin vom Niemetal“ die Bühne betrat. „Ich habe mich einstimmig zur Karnevalsprinzessin gewählt, die anderen kann man euch nicht zumuten. Die sind zu hässlich“, meinte sie. Optisch eher stilunsicher, berichtete Schabulski burschikos aus ihrem Leben. „Mein Freund Christoph meint immer, damals hat er mich als Sahneschnittchen kennengelernt, heute hätte er einen ganzen Frankfurter Kranz.“

Den Abend moderierte Hartmut Grünewald mit zum Teil rustikal-derben Sprüchen. „Zur Frau von meinem Freund Jochen sage ich nicht mehr, dass sie dick ist. Nein, sie hat nur eine kompakte, vergrößerte, erotische Nutzfläche“, so Grünewald. Zwischendurch wurde geschunkelt, bis dann der Männerchor voller Elan in niedlichen Röckchen, behaarten Männerbeinen und männlich, mäßig-elegant passender Choreografie Lieder wie „ Über den Wolken“ und „Frei wie der Wind“ sang.

Am Aschermittwoch ist nocht alles vorbei - jedenfalls nicht in Ellershausen

Burschikos: Karnevalsprinzessin Erna Schabulski (Stefanie Freitag).

Verschiedenste Sketche wechselten einander mit musikalischen Einlagen von Saskia Fengewisch und Jens Ahlborn ab. Es wurde ein langer Abend mit ausgelassener Stimmung im Saal, bis in den frühen Morgen. „Auch der Kinderfasching am nachmittag war mit 30 bis 35 Kindern mit Eltern und Großeltern richtig gut besucht. Die Leute fragten, ob wir das jetzt nicht immer so machen könnten, weil so keine Parallelveranstaltungen liefen. Aber dieses Jahr war terminlich eine Ausnahme“, so Stefanie Freitag.

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