Tiere waren fast ausgerottet

Fünf seltene Silberreiher bei Scheden beobachtet

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Beeindruckend: Der Silberreiher wurde im Schedetal gesichtet. Foto: Hild

Scheden. Es ist ein absoluter Glücksfall: Der in Scheden wohnende Jäger Olaf Splitt hat am späten Donnerstagabend fünf Silberreiher im Schedetal beobachtet. 

„Vor zwei Jahren habe ich zum ersten Mal Silberreiher hier zwischen Scheden und Mielenhausen gesehen und konnte sie damals erstmals in diesem Gebiet melden. Aber dass sie jetzt im Januar hier sind, ist absolut außergewöhnlich“, so Splitt.

Fünf dieser schneeweißen Exemplare konnte man kurz vor der Dunkelheit aus sicherer Entfernung auf einem Acker am Niederschedener Friedhof beobachten.

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts galt der Silberreiher beinahe als ausgerottet, da seine Schmuckfedern in der Damenwelt als Hutschmuck begehrt waren. Die letzten Brutkolonien wurden unter Schutz gestellt und streng bewacht.

Dank dieser Schutzmaßnahmen haben sich die Bestände erholt. Brutareale sind von Südosteuropa bis in die Niederlande und nach Nordpolen verbreitet. Mehrere hundert Tiere halten sich auch jährlich in Deutschland auf.

„Ich habe erst in der letzten Dezemberwoche einen Silberreiher bei Varlosen fliegen sehen und sogar einen Kiebitz. Ich denke, durch den Klimawandel werden wir Tiere zunehmend zu Jahreszeiten hier beobachten können, die man zu der Zeit gar nicht erwartet“, so Hans-Joachim Haberstock vom Nabu. 

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