Trockenheit

Zu wenig Regen: Maisernte fällt schlecht aus

+
In diesem Jahr können wohl nur 85,4 Millionen Tonnen Mais geerntet werden.

Deutschlands Bauern beklagen in diesem Jahr eine schwächere Maisernte. Achim Hübner vom Kreisbauernverband Göttingen ist mit dem Ertrag in der Region dennoch zufrieden. 

Die Misere hält an: Deutschlands Bauern beklagen auch in diesem Jahr eine unterdurchschnittliche Maisernte. Sie liegt bundesweit bei 85,4 Millionen Tonnen. 

Im letzten Jahr waren es 77.5 Millionen Tonnen. Das teilt das Landvolk Niedersachsen mit. Das jährliche Normalniveau befinde sich bei 100 Millionen Tonnen.

Achim Hübner vom Kreisbauernverband Göttingen ist mit dem diesjährigen Ertrag dennoch zufrieden: 

„Im Vergleich zu vielen Kollegen aus anderen Regionen sind wir mit einem blauen Auge davon gekommen“, sagt der Geschäftsführer. Gerade in Nord- und Ostdeutschland seien die Ernten schlecht ausgefallen.

Schuld für die schlechte Ernte ist die Trockenheit

Schuld für den unterdurchschnittlichen Ertrag sei die Trockenheit. „Wenn das Wasser im Mai und Juni fehlt, wird die Ernte schlechter“, erklärt Hübner. 

Der Mais wird im Altkreis Göttingen fast ausschließlich als Rindviehfutter und als Energielieferant in Biogas-Anlagen verwendet. Nur rund zehn Prozent werden gedroschen und landen als Dosenmais in Supermarktfilialen.

Die diesjährige Ernte hat laut Hübner nur geringe Auswirkungen. Die Bauern werden auch in der Zukunft Mais anbauen. „Mais ist mit Abstand das beste und günstigste Futter.“ 

Zudem liefere die gelbe Nutzpflanze auf wenig Fläche einen sehr hohen Gasertrag. „Wir wollen nachhaltig sein. Das schaffen wir mit Mais, da er wenig Fläche verbraucht“, sagt Hübner.

Niedersachsen gilt als das Bundesland mit der größten Maisanbaufläche

Die Anbaufläche wurde bundesweit laut dem Landvolk Niedersachsen um 1,3 Prozent geringfügig vergrößert. Die Maisfläche schwankt in Deutschland seit 2011 leicht über zwei Millionen Hektar. In diesem Jahr waren es 2,23 Millionen Hektar.

Niedersachsen gilt laut dem Deutschen Maiskomitee als das Bundesland mit der größten Maisanbaufläche – sie liegt in diesem Jahr bei 586 .000 Hektar. Die durchschnittlichen Hektarerträge für Silomais liegen bundesweit bei 40 Tonnen pro Hektar. Im Altkreis Göttingen ist der Wert höher. Er befindet sich zwischen 45 bis 55 Tonnen. „In guten Jahren knacken wir sogar die 60 Tonnen-Marke“, sagt Hübner.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.