Kreisausschüsse beantragen fünf Projekte

Landkreise bitten Land um 60 Mio. Euro

Landkreis Göttingen. Die Landkreise Göttingen und Osterode, die zum 1. November 2016 fusionieren wollen, bitten die rot-grüne Landesregierung um Hilfe bei der Finanzierung von fünf regional bedeutsamen Vorhaben. Das teilten die rot-grünen Mehrheitsgruppen beider Kreistage mit.

Die von den beiden Kreisausschüssen beantragten Projekte belaufen sich auf zusammen über 60 Millionen Euro.

Das Fünfer-Paket teilt sich in folgende Bereiche auf:

Dörfer im Aufbruch: Unter dem Motto „Hilfe zur Selbsthilfe“ soll das bürgerschaftliche Engagement gestärkt werden. Rund 20 Mio. Euro hat Rot-Grün für den künftigen Großkreis eingeplant.

Breitbandausbau: Bis 2018 möchten die Kreispolitiker 27,5 Mio. Euro in das Verlegen von Glasfaserkabel investieren. Ziel: Jeder Haushalt im Kreis soll mit 50 Megabit pro Sekunde versorgt werden.

Radverkehr: 8,83 Mio. Euro sind vorgesehen, um den Rad- und Zugverkehr stärker zu verknüpfen und die Radwege in beiden Kreisen fit zu machen für E-Bikes.

Gesundheit: 1,25 Mio. Euro für die Gesundheitswirtschaft.

Güterschifffahrt: 3 Mio. Euro zum Bau eines Portalkrans an der Weserumschlagstelle in Hann. Münden.

Mit diesem Wunschzettel an die Regierung in Hannover kommen die rot-grünen Mehrheitsgruppen zurück auf den Zukunftsvertrag von 2009. Der Vertrag, den die kommunalen Spitzenverbände und das Land Niedersachsen geschlossen haben, sieht für Kommunen, die fusionieren wollen, eine solche Projektförderung vor. Wie das Land die gewünschten Vorhaben finanzieren, kläre das Innenministerium derzeit, so der Pressesprecher des Landkreises Göttingen, Marcel Riethig.

Die gewünschte Finanzspritze sei unabhängig von der bereits beantragten Entschuldungshilfe zu sehen, so Riethig. Die beiden Kreise hoffen, dass das Land ihnen nach der Fusion kurzfristige Schulden erlässt. Die Rede ist von über 70 Mio. Euro. (kri)

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