„Mit den Menschen im Gespräch“

Landratskandidaten im Landkreis Göttingen: Marie Kollenrott (Bündnis 90/Die Grünen)

Marie Kollenrott (Die Grünen) möchte Landrätin im Landkreis Göttingen werden. Unser Foto zeigt sie am Aussichtspunkt der Lengder Burg, wo sie gerne wandern geht.
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Marie Kollenrott (Die Grünen) möchte Landrätin im Landkreis Göttingen werden. Unser Foto zeigt sie am Aussichtspunkt der Lengder Burg, wo sie gerne wandern geht.

Landratswahl im Landkreis Göttingen im September 2021: Wir stellen die Kandidaten vor. Heute: Marie Kollenrott von Bündnis 90/Die Grünen

Landkreis Göttingen – Weltoffen, divers, nachhaltig. So stellt sich Marie Kollenrott den Landkreis Göttingen vor. Sie wünscht sich einen Landkreis, der durch die Umstellung auf erneuerbare Energien klimaneutral ist und sich wirtschaftlich auf dem internationalen Markt behaupten kann. Dafür bewirbt sie sich als Kandidatin der Grünen bei der Kommunalwahl am 12. September als Landrätin.

„Ich bin dankbar für die dauernde politische Aushandlung mit meiner Kollegin“

Die 37-Jährige ist derzeit stellvertretende Geschäftsführerin des Landesverbandes Erneuerbare Energien Niedersachsen/Bremen (LEE). „Alles, was ich da gelernt habe und in der täglichen Arbeit mache, lässt sich auf den Verantwortungsbereich einer Landrätin übertragen“, sagt die Kandidatin im Gespräch mit der HNA. Zu ihren aktuellen Aufgaben gehörten Leitung, Personalführung und der Austausch mit Landesministerien. Thematisch beschäftige sie sich neben Forschung, Entwicklung und Innovationsförderung insbesondere mit erneuerbaren Energien und berate diesbezüglich Unternehmen.

„Ich bin dankbar für die dauernde politische Aushandlung mit meiner Kollegin“, sagt Marie Kollenrott. Mit der CDU-Politikerin und Agrarökonomin Silke Weyberg arbeite sie auf wertschätzende und gegenseitig unterstützende Weise für den Verband, über die Parteigrenzen hinweg.

In ihre eigene Partei, Bündnis 90/Die Grünen, ist sie 2005 eingetreten. „Ich bin mit der Anti-Atom-Bewegung aufgewachsen“, erzählt die 37-Jährige, die ihre Jugend im Wendland verbracht hat. In der Schule habe sie sich gegen Rassismus engagiert und für die Energiewende und Klimaschutz interessiert. Thematisch ist sie damit bei den Grünen beheimatet, doch habe sie sich bewusst die Programme aller Parteien angesehen. Bei den Grünen habe sie für sich den „größtmöglichen gemeinsamen Nenner“ gefunden.

. „Das war genau das Richtige“

An der Uni Göttingen studierte Marie Kollenrott Politik und Recht. „Das war genau das Richtige“, sagt sie. Dadurch habe sie gelernt, wie der Staat und seine Institutionen funktionieren, die Rahmenbedingungen für das gesellschaftliche Zusammenleben gesetzt werden und welche Rechtsgrundlagen dafür gelten. Sie engagierte sich in der Hochschulpolitik und wurde 2006 in den Stadtrat Göttingen gewählt. An der Kommunalpolitik gefalle ihr die Direktheit. „Es ist nicht so abstrakt wie in der Bundespolitik“, sagt die Göttingerin. „Ich sehe die Veränderungen und bin mit den Menschen im Gespräch, um die es geht.“ Dazu gehörten auch Streitgespräche und das Überdenken der eigenen Positionen. Das möchte sie in Zukunft als Landrätin machen. „Eine Landrätin ist der Kopf der Verwaltung“, so Kollenrott über das angestrebte Amt. Die Inhaberin sei verantwortlich für die Organisation der Verwaltung und vertrete die Region auf Landes- und Bundesebene. Dazu gehöre auch, die Region zu vernetzen, Fördermittel zu einzuwerben und für die wirtschaftliche Entwicklung, Digitalisierung und gute Lebensbedingungen zu sorgen.

Marie Kollenrott ist eine von zwei Kandidatinnen für das Amt. Im Wahlkampf habe sie keine Diskriminierung erlebt, aber es falle einigen schwer, von der zukünftigen „Landrätin“ zu sprechen. „Es ist mein festes Anliegen, zu zeigen, dass es eine ganz tolle zukünftige Landrätin gibt.“ (Kim Henneking)

Zur Person

Marie Kollenrott (37) wurde 1984 in Hamburg geboren und ist im Wendland aufgewachsen. Sie hat Politik- und Rechtswissenschaft in Göttingen und Amsterdam studiert und arbeitete danach im Niedersächsischen Landtag. Danach arbeitete sie als Politikberaterin bei der Management-Beratung IFOK und als Projektleiterin bei der Arbeiterwohlfahrt und beim Landkreis Göttingen. Heute ist sie stellvertretende Geschäftsführerin des Landesverband Erneuerbare Energien Niedersachsen/Bremen (LEE). Sie ist verlobt, hat keine Kinder und wohnt in Göttingen. 

Wenn ich von der Arbeit nach Hause komme… freue ich mich am meisten darauf, mit meinem Partner etwas zu essen und wenn wir uns über unseren jeweiligen Tag austauschen.

Wenn ich an den Landkreis denke…, dann denke ich an ein wunderschönes Stück Erde, was total vielfältig ist, mit sehr freundlichen Menschen, die mich bei meinen Aktivitäten immer unterstützt und begleitet haben, und denke an eine sehr nachhaltige und prosperierende Zukunft für uns alle.

Wenn ich nicht Landrätin werde,… dann habe ich einen wunderbar spannenden Beruf, in dem ich weiterarbeiten werde, um mich gleichzeitig politisch zu orientieren was als Nächstes kommt.

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