Die Familien im Blick: Heinz Doil, LKR, tritt bei der Landtagswahl im Wahlkreis 16 an

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Lieblingsplatz Hafen: Mehrere Jahre hatte Heinz Doil in Hann. Münden ein kleines Motorboot liegen.  

Landkreis Göttingen. Als Fußballer ist Heinz Doil (72) vielen in der Region bekannt. Er kickte für Göttingen 05, und auch für die SVG Göttingen, deren Präsident er zudem acht Jahre lang war.

Jetzt läuft er für die Liberal-Konservativen Reformer (LKR) auf, die aus der Partei Alfa von Bernd Lucke hervorgegangen ist, dem Mitbegründer der AfD. Als liberal, sozial und konservativ beschreibt sich Doil selbst. Mit Zielen, wie sie die AfD vertrete, habe er nichts am Hut.

Für ihn geht auch die Öffnung der Grenzen im Sommer 2015 in Ordnung. „Es war eine Notlage“, sagt er. Er hat die Flüchtlinge auf den überfüllten Bahnhöfen in Wien und Passau selbst gesehen, als er in der Region Urlaub machte. Er kritisiert allerdings, dass alles zu schlecht organisiert gewesen sei. Für solche Fälle müsse klar sein, wie viele Flüchtlinge die Kommunen aufnehmen können. Sie müssten beteiligt, gefragt werden, sagt Doil, der für die LKR im Rat von Bovenden sitzt.

Der 72-Jährige ist ein Familienmensch. Für ihn war es selbstverständlich, sowohl seine Eltern als auch seine Schwiegereltern zusammen mit seiner Frau zu Hause zu pflegen. Der Vater von vier erwachsenen Töchtern und Großvater von fünf Enkelkindern setzt sich deshalb auch für eine steuerliche Erleichterung für Familien ein. „Die jetzige Steuerpolitik ist nicht gerecht“, sagt Doil. Zudem könne es nicht sein, dass Familien nicht von ihrem Einkommen leben können. „Ich bin ein ganz großer Gegner des Niedriglohnsektors. Er gehört abgeschafft.“

Zur LKR kam Doil über Ulrike Trebesius, die für die Liberal-Konservativen Reformer im Europaparlament sitzt. Er hat sie bei Freunden kennengelernt. Dass er für eine Partei kandidiert, die bei der Landtagswahl eher eine Außenseiterrolle einnimmt, stört ihn nicht. Er hat dort seine politische Heimat gefunden. Er werde auf jeden Fall dabei bleiben. Das sei wie im Fußball, sagt Doil, da werfe man auch nicht hin, wenn man mal absteigt.

Zur Person

Heinz Doil (72) wurde am 1. März 1945 in Wulften am Harz geboren und ist in Göttingen aufgewachsen. Der Diplom-Betriebswirt arbeitete als Programmierer und EDV-Organisator. Zudem war er vier Jahre Bundesbahnbeamter und vier Jahre Zeitsoldat, zuletzt als Stabsunteroffizier. Im Februar 2016 trat er in die Partei Alfa von AfD-Mitbegründer Bernd Lucke ein, die sich heute „Liberal-Konservative Reformer“ (LKR) nennt. Für die LKR sitzt er im Gemeinderat von Bovenden. Doil hat in der Region über Jahrzehnte Fußball gespielt unter anderem bei Göttingen 05 und der SVG Göttingen. Doil ist verheitratet, hat vier erwachsene Töchter, fünf Enkel und zwei Urenkel. Er lebt in Bovenden-Lenglern.

Drei Fragen an Doil

Welches Buch hat Sie zuletzt gefesselt? Eine Welt in Auflösung von Peter Scholl-Latour. 

Bei welcher Musik entspannen Sie? Bei Liedern von Ute Freudenberg wie den Titel Jugendliebe. 

Welches ist Ihr Lieblingsreiseland? Früher Spanien, heute Polen.

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