Ein Leben fürs Theater

Einakter auf Platt zum Geburtstag: Unsere Szene zeigt Willi Pape und Hildegard Scholl in dem Stück „Jacke hie – Jacke da“. Foto: Huck

Hemeln. Die Bühnenfreunde Hemeln feierten am Wochenende ihren 50. Geburtstag und ehrten Heinz Isenberg mit dem Ehrenvorsitz.

„Unermüdlich und unbezahlbar“ nannte Vorstandsmitglied Irmtraud Gralla am Samstagabend den Einsatz und das Engagement von Erika und Heinz Isenberg für den Verein Bühnenfreunde Hemeln. Gralla hielt die Laudiato auf Heinz Isenberg (81), der für seine jahrelange ehrenamtliche Tätigkeit vom Vorstand zum Ehrenvorsitzenden der Bühnenfreunde Hemeln ernannt wurde. Erika Isenberg war viele Jahre als Souffleuse mit dabei, unterstützte ihren Ehemann und seine Vereinsarbeit.

Im Dreschschuppen feierten die Bühnenfreunde am Wochenende ihr 50-jähriges Bestehen mit einer Fotoausstellung, einem von Heinz Isenberg gehaltenen Rückblick auf die vergangenen 50 Jahre, Ehrungen und zwei Einaktern, einer auf Platt- und einer auf Hochdeutsch.

Der amtierende Vorsitzende, Udo Isenberg, ehrte zudem Hildegard Scholl, Willi Pape, Hans-Werner Dell und Anni Burmeister, alle vier wie Heinz Isenberg Gründungsmitglieder des Vereins, und heute noch auf der Bühne aktiv.

Insgesamt unterstützen noch acht der 19 Gründungsmitglieder die Bühnenfreunde, aktuell hat der Verein 30 Mitglieder, von denen etwa die Hälfte regelmäßig auf der Bühne steht.

Stücke auch auf Platt

Die Bühnenfreunde sind eine vielseitiger Theaterverein. Er spielt nicht nur Stücke auf Platt- und Hochdeutsch, sondern hat auch eine Volkstanzgruppe und eine Schulkindergruppe mit Mädchen und Jungen im Alter von sieben bis zehn Jahren.

Am Samstag und Sonntag wurde in Hemeln gefeiert und an beiden Tagen brachten die Bühnenfreunde ihre Stücke „Jacke hie - Jacke da“ und „Gudrun hat Drillinge“ auf die Bühne.

„Ein lebendiges Kulturgut wie das Theaterspielen ist immer eine Bereicherung für jede Dorfgemeinschaft“, sagte der Vereinsvorsitzende Udo Isenberg. Und weiter: „Theaterspielen fördert das Selbstbewusstsein des Einzelnen. Gestik, Mimik, Sprache und Improvisation tragen entscheidend dazu bei“, so Isenberg.

Eine große Rolle spiele auch der soziale Aspekt, denn Theaterspielen bedeute, sich in einer Gruppe zu bewegen und verschiedene Charaktere kennen zu lernen. „Wer in der Lage ist, sich auf der Bühne in eine andere Person hinein zu versetzen, mag auch im Alltag neue Situationen besser zu bewältigen“, sagte Isenberg.

Dutzende von Theaterstücken hat der Verein Bühnenfreunde Hemeln in den vergangenen Jahren auf die Bühne gebracht. Darunter viele abendfüllende Dreiakter, aber auch Einakter, Sketche, die auf Familien- oder bei Vereinsfeiern vorgeführt wurden. Es gab Weihnachtsmärchen mit Kindern in der Kirche, Heimatabende und plattdeutsche Stücke.

Gegründet wurde der Verein am 22. Oktober 1965 in der Gastwirtschaft „Zur Krone“ in Hemeln. Noch heute baut der Verein seine Bühne mit Material, das dort beim ersten Auftritt genutzt wurde. (zwh)

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