Lesefieber grassierte im Julius-Club

Ihnen ist längst ein Licht aufgegangen, so viel, wie sie gelesen haben: Zu ihren Lese-Diplomen erhielten die Club-Teilnehmer Taschenlampen als Abschlussgeschenke. Fotos: Sangerhausen

Hann. Münden. Sie haben in den Sommerferien gelesen und gelesen und gelesen und jede Menge andere interessante Dinge erlebt: 48 Mädchen und Jungen zwischen elf und 14 Jahren nahmen teil am „Julius-Club" in der Mündener Stadtbücherei.

Zum Abschluss am vergangenen Freitag erhielten alle ihre „Diplome“. Julius-Diplome gibt es, wenn man mindestens zwei, maximal vier Bücher gelesen hatte - das war allerdings offenbar eine Herausforderung, die den meisten der Teilnehmer nur ein müdes Lächeln entlockte: 35 Kinder und Jugendliche gaben sich mit dem einfachen Julius-Diplom nicht zufrieden, sondern schafften gleich das Vielleser-Diplom, lasen und besprachen also jeweils mindestens fünf Bücher.

Den Spitzenplatz belegte dabei Antonia Lorek (14 Jahre), die während der Julius-Aktionszeit vom 10. Juli bis zum 10. September 45 Bücher las. Daniel Wisgott (elf Jahre) kam mit 22 Büchern auf den zweiten Platz gefolgt von Erik Schröder (13 Jahre), dem Vorjahressieger, der 20 Bücher schaffte. Ellen Staack (13) hatte sich 15 Bücher vorgeknöpft, Marianne Schildlein (13 Jahre) und Malin Frankfurth (zwölf) je 14 Bücher.

Insgesamt haben alle Teilnehmer zusammen 406 Bücher gelesen und bewertet, sagte Büchereileiterin Kirsti Hensellek bei der Abschlussveranstaltung im Welfenschloss. Das Büchereiteam wurde in den Clubwochen unterstützt von der ASB-Hundestaffel, dem städtischen Museum, dem Kinder- und Jugendbüro der Stadt und dem Lesenetzwerk, denen Stadtdirektor Volker Ludwig bei der Diplomvergabe dankte. Er lobte auch den Lions-Club, der den Eintritt ins Museum „Wortreich“ in Bad Hersfeld übernommen hatte. Von dort hatten die Teilnehmer einen Film mitgebracht: Sie hatten im Wortreich eine Nachrichtensendung produziert, die „Julius-News“.

„Julius“ steht für „Jugend liest und schreibt“. Der Julius-Club ist ein Projekt der VGH-Stiftung und der Büchereizentrale Niedersachsen, das in 50 öffentlichen Bibliotheken in Niedersachsen stattfindet.

Ziel ist es, außer der Lesefähigkeit auch Textverständnis und die eigene Ausdrucksfähigkeit zu fördern, weswegen die Teilnehmer zu jedem von ihnen gelesenen Buch auch eine Bewertung abgeben.

Gewürzt wird der Lesespaß im Club jeweils mit verschiedenen Aktionen und Ausflügen.

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