Diamantene Hochzeit

Liebe auf den ersten Blick in Hemeln

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Anni und Kurt Grünewald feiern heute ihre Diamantene Hochzeit. Sie hoffen, noch einige Jahre gemeinsam zu verbringen. 

Anni Grünewald und ihr Mann Kurt feiern im Familienkreis ihre Diamantene Hochzeit.

„Wie es früher bei vielen Paaren üblich war, haben wir uns beim Tanzen kennengelernt“, erzählt Anni Grünewald (geb. Apel).  Die beiden können sich noch haargenau an den Tag erinnern: Die Gemeinde Meensen hatte zum Frühlingsball eingeladen, und im Vorfeld nicht bedacht, dass zu der Zeit der Saal renoviert wurde. So wurde das Fest nach Oberscheden verlegt, dort wo die damals 21-jährige Anni Grünewald wohnte.

„Ich kam in den Saal, erblickte meine heutige Frau und da war es um mich geschehen“, berichtet der heute 84-Jährige. „Mir ging es genauso“, schilderte sie. „Der erste Tanz gehörte meinem Bruder, doch dann habe ich sie aufgefordert“, erinnert sich Kurt Grünewald. „Ich war ein flotter Tänzer und so haben wird den ganzen Abend gemeinsam getanzt.“

Was folgte, waren Verabredungen. Sie wollten eigentlich fünf Jahre zusammen sein und dann heiraten, doch nach der Hälfte der Zeit stand die Hochzeit an, im März wurde ein Sohn geboren. Im zweijährigen Abstand folgten ein Mädchen, ein Junge und noch ein Mädchen. Zu den vier Kindern gehören Ehepartner, zehn Enkel und vier Urenkel, von fünf Wochen bis 35 Jahre. Sie alle werden zur Feier erwartet. Obwohl das Ehepaar mit der eigenen Zimmerei genug zu tun hatte, waren sie in vielen Vereinen im Ort aktiv. Anni Grünewald war zwölf Jahre im Vorstand der Landfrauen, Mitglied unter anderem im Sportverein und Gesangverein. Kurt Grünewald war Solopfeifer beim Spielmannszug (heute Musikexpress), er gehörte mit zu den Gründungsmitgliedern. „Ich bin in alle Vereine eingetreten“, erzählt der Jubilar. „Heute sind wir beide nur noch passive Mitglieder.“

Auch das Reisen, überwiegend Busreisen, hatte einen hohen Stellenwert bei den beiden. Es ging oft in die Alpen, nach Norwegen, Budapest, Wien, Prag und Venedig. „Unsere schönste Reise war zu einem Klassentreffen nach Kanada“, schwärmt die 83-Jährige. Ein ehemaliger Klassenkamerad hatte eingeladen und einen 14-tägigen Aufenthalt mit vielen Besichtigungen, wie beispielsweise der Niagarafälle, organisiert.

Ein eigenes Häuschen in Salzhaff (Mecklenburger Bucht) war in den vergangenen Jahren das Reiseziel. „Nun reisen wir nicht mehr und leben von den Erinnerungen“, betonen beide. Obwohl sie Ruheständler sind, seien sie nicht im Ruhestand. Anni Grünewald kümmert sich um die Büroarbeiten der Zimmerei, die inzwischen ein Sohn leitet, und Kurt Grünewald unterstützt seinen Sohn, wenn es nötig ist.

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