„Es hätte richtig rumsen können“

Brand auf der A7: Sattelzug hatte brennbares Glycol geladen

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Das Führerhaus einen Lasters brannte am Donnerstagnachmittag auf der A7, zwischen Werratalbrücke und Lutterberg, komplett aus. Die Feuerwehren aus Hann. Münden und Hedemünden waren vor Ort, um das Feuer mit Löschschaum zu bekämpfen. Den Schaden am Lastwagen schätzt die Polizei auf etwa 65.000 Euro.

Hedemünden/Lutterberg. Bei dem Lkw-Brand am Donnerstag auf der A7 wurde Schlimmeres verhindert: Laut Autobahnpolizei hatte der Lastwagen eine brennbare Flüssigkeit geladen.

„Es hätte richtig rumsen können“, berichtet Burkhard Schramm, Leiter der Autobahnpolizei Göttingen. Glücklicherweise sei das aber nicht passiert. „Glycol ist zwar brennbar, aber die Feuerwehr hat schnell reagiert und den Brand gleich unter Kontrolle gehabt, so dass das Feuer nicht auf den Tanker überspringen konnte“, berichtet Dieter Röthig, Stadtbrandmeister in Münden.

Ein Lastwagen hatte am Donnerstag gegen 16.45 Uhr auf der A 7 Feuer gefangen. Er befand sich auf der Steigungsstrecke zwischen der Werratalbrücke und Lutterberg in Richtung Kassel. Als die Feuerwehren aus Hann. Münden und Hedemünden am Einsatzort eintrafen, brannte das Führerhaus des Lasters lichterloh. Eine dicke Rauchwolke und Flammen stiegen in den Himmel auf. Verletzt wurde bei dem Feuer niemand.

Technischer Defekt 

Nach Angaben der Autobahnpolizei soll ein technischer Defekt des Fahrzeugs der Grund für den Brand gewesen sein. Das Feuer breitete sich in kürzester Zeit im Führerhaus des Sattelzugs aus, das komplett ausbrannte. Den Schaden am Lastwagen schätzt Schramm auf etwa 65.000 Euro. Doch nicht nur der Laster trug bei dem Brand einen Schaden davon. Auch der Asphalt des Standstreifens, auf dem der Sattelzug stand, wurde in Mitleidenschaft gezogen.

Rund 25 bis 30 Quadratmeter sind betroffen. „Durch das Feuer wurde das Bindemittel Bitumen beschädigt“, erklärt Martin Rohloff, Leiter der Autobahnmeisterei Göttingen. Bitumen sorge dafür, dass das Gemisch aus Mineralien, woraus Asphalt besteht, zusammengehalten wird.

Bei starker Hitzeentwicklung verliere Bitumen seine Festigkeit und damit auch an Qualität. Innerhalb kurzer Zeit könne die Straße nicht mehr sicher befahren werden. Aus diesem Grund ist nun der Standstreifen, der beschädigt wurde, vorerst gesperrt.

Laut Rohloff soll die Fahrbahn voraussichtlich im April wieder in Stand gesetzt werden. Dafür werde der Bodenbelag an der Stelle herausgefräst und die Fahrbahndecke neu asphaltiert. Die Kosten dafür schätzt Rohloff auf etwa 10.000 Euro.

Kilometerlanger Stau 

Während die Feuerwehren mit Löschschaum gegen die Flammen ankämpften, wurde die Autobahn voll gesperrt. Nach etwa einer halben Stunde wurde der Verkehr erst einspurig, später auf zwei Spuren weitergeleitet. Bis in den Abend hinein kam es zu Verkehrsbehinderungen. Der Verkehr staute sich zeitweise auf bis zu sieben Kilometer. Viele Fahrer wichen auf die Umleitungsstrecken aus. (fis)

Lastwagen brannte auf der Autobahn 7

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