Massive Abwanderung aus Landkreis: Vor allem Staufenberg ist betroffen

Landkreis Göttingen. Seit knapp zehn Jahren beschäftigen der Demografische Wandel und die damit einher gehenden Probleme und Herausforderungen die Politik im Landkreis Göttingen. Jetzt wurde der Demografiebericht des Landkreises Göttingen präsentiert. Vor allem die Gemeinde Staufenberg ist betroffen.

Bereits 2009 hatte die „Waibel-Studie“, eine detaillierte Bevölkerungsprognose für das Kreisgebiet, ergeben, dass der Landkreis (ohne die Stadt Göttingen) bis zum Jahr 2025 rund 11 300 Einwohner verlieren wird, was einem Bevölkerungsrückgang von 8,4 Prozent entspricht. Gleichzeitig wird demnach der Anteil der über 80-Jährigen um 32 Prozent steigen und der Anteil der Zehn- bis 18-Jährigen um 41 Prozent sinken.

Am stärksten betroffen ist nach der Studie die Gemeinde Staufenberg, die seit Jahren mit massiven Abwanderungsverlusten zu kämpfen habe und wo die Bevölkerung bis zum Jahr 2025 um 16,1 Prozent schrumpfen werde. Erst mit größerem Abstand folgen die beiden Mittelzentren Stadt Hann. Münden (- 9,8 Prozent) und Duderstadt (- 9,4 Prozent). Eine gegenüber dem Planungsraum Göttingen leicht unterdurchschnittliche Bevölkerungsentwicklung weist auch die Samtgemeinde Dransfeld mit einem Minus von 8,7 Prozent aus. Die geringsten Einbußen werden demgegenüber die Gemeinde Rosdorf (- 2,4 Prozent), die Samtgemeinde Gieboldehausen (- 4,9 Prozent) und der Flecken Bovenden (- 7,2 Prozent) erfahren, was im Falle von Rosdorf und Bovenden vor allem an der Nähe zum Oberzentrum Göttingen liegt und im Falle Gieboldehausens an der Verjüngung durch Zuzug in Folge der deutschen Wiedervereinigung.

„Der Demographische Wandel wird für uns in den kommenden Jahren und Jahrzehnten das beherrschende Thema bleiben“, betonte Göttingens Landrat Bernhard Reuter am Mittwoch während der Sitzung des Demografiebeirates im Göttinger Kreishaus, wo der Bericht vorgestellt wurde. (per)

Rubriklistenbild: © dpa

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