Mehr Schilder für neue Lkw-Parkplätze: Lutterberg ist dabei

Hannover/Lutterberg. Das Land Niedersachsen will mit einem Pilotprojekt auf privaten Autohöfen zusätzliche Lkw-Parkplätze schaffen. Das teilte das Niedersächsische Verkehrsministerium auf Anfrage unserer Zeitung mit.

Hintergrund ist ein Mangel an autobahnnahen Stellplätzen, auf denen Lastwagenfahrer ihre Lenk- und Ruhezeiten einhalten können. Damit diene das Projekt auch der Sicherheit auf den Autobahnen.

In Niedersachsen fehlten an hoch belasteten Autobahnabschnitten noch immer Lkw-Parkplätze, obwohl das Land seit 2009 rund 2200 neue Plätze auf den bundeseigenen Rastanlagen geschaffen habe, sagte Sprecherin Sabine Schlemmer-Kaune. Der auf fünf Jahre befristete Pilotversuch betrifft unter anderem die Autobahnen A 1, A 2 und A 7. Autohofbetreiber erhalten zusätzliche Hinweisschilder an den Autobahnen, wenn sie dafür neue Lkw-Parkplätze anlegen. 25 an weniger befahrenen Strecken und 50 an Routen mit besonders starkem Verkehrsaufkommen wie auf der A7. Ein entsprechender Erlass sei bereits ergangen, so Schlemmer-Kaune.

Das Ministerium reagierte damit auf ein Angebot der Vereinigung Deutscher Autohöfe (VEDA), das bereits von einigen Bundesländern wie Hessen und Bayern aufgegriffen worden ist. Nach Angaben von Alexander Ruscheinsky vom Vorstand der VEDA und Hauptgesellschafter der 24-Autobahn-Raststätten GmbH, die in Lutterberg an der A 7 einen Autohof betreibt, seien mit dieser Regelung in anderen Bundesländern über 1400 neue Lkw-Parkplätze geschaffen worden. Für Niedersachsen rechne er mit rund 450. Grundlage sei eine Umfrage bei den Autohofbetreibern.

Zu den ersten Anlagen, die mit dem Projekt erweitert werden, gehört der Autohof in Lutterberg. Wie berichtet, sollen dort 50 zusätzliche Stellplätze bis 2016 entstehen. Zudem ist dort ein überwachter Lkw-Sicherheitsparkplatz geplant. (ems)

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