Im Herzen von Hann. Münden

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Die Wohnungen sind einzugsbereit: Nur noch die Außenanlagen sowie kleinere handwerkliche Arbeiten müssen noch fertiggestellt werden.

Hann. Münden. Auch die Drei-Flüsse-Stadt Hann. Münden erlebt im Zeitalter des demografischen Wandels eine Veränderung des Bedarfs an Wohnsituationen.

Die meisten Wohngebäude sind aufgrund der Topografie der Stadt an Hängen gelegen, überwiegend über steile Straßen und nur selten relativ ebenerdig zur Innenstadt und damit zu Behörden, Banken, Post, Ärzten, Restaurants und Ladengeschäften erreichbar. In der Innenstadt sind zahlreiche denkmalgeschützte Altbauten angeordnet, die ein Zeugnis der fast 1000-jährigen Geschichte der Stadt darlegen, ihrer Bauart bedingt aber häufig über steile Treppen, enge Treppenräume und zahlreiche Schwellen verfügen. In den engen Straßen fehlen zudem häufig geeignete Stellplätze direkt an der Wohnung.

Die Idee

„Was fehlt, ist eine ausreichende Anzahl an Wohnungen mit angemessenen Mieten im Zentrum der Stadt, mit stufenlosem Zugang und schwellenfreier Nutzbarkeit sowie einem Pkw-Stellplatz direkt vor der Tür“, sagt Bauherr und der in Münden lebende Geschäftsmann Dirk Minde. Zusammen mit seinem in Berlin Schönefeld als Planer tätigem Bruder, Hartmut Minde, wurde für das Grundstück in der Bahnhofstraße 32 ein Konzept entwickelt. Entstanden sind 18 Mietwohnungen zwischen 55 und 154 Quadratmetern, im Stadtzentrum gelegen und stufenlos erreichbar. Die Mieter haben kurze Wege zu den Einrichtungen des täglichen Bedarfs und zu den neun Garagen und 29 Pkw-Stellplätzen direkt am Haus.

Und es sind fast nur Mündener, die eine Wohnung in der Bahnhofstraße gemietet haben.

Die Planung

Unter Berücksichtigung bauordnungsrechtlicher, städteplanerischer, nachbarschaftsrechtlicher und denkmalschutzrechtlicher Bestimmungen wurden in der ersten Jahreshälfte 2016 die auf dem Grundstück zu errichtenden Gebäude geplant, bautechnische Nachweise aufgestellt und im Juni 2016 der Bauantrag gestellt. Mit Erteilung der Baugenehmigung war auch die letzte Bedingung zur Finanzierung des Vorhabens erfüllt und die über das Eigenkapital des Investors hinausgehenden notwendigen finanziellen Mittel durch die Sparkasse Hann. Münden gesichert. Baubeginn war im März 2017, im September wurde das Richtfest begangen und nun im April sind die Wohnungen bezugsbereit.

Das Energiekonzept

Auf ein nachhaltiges Energiekonzept mit möglichst geringem CO2-Austoß im Einklang mit nachhaltig möglichst geringen Kosten für die Mieter zur Heizwärme- und Warmwassererzeugung wurde im Rahmen der Planung und Entwicklung des Projektes besonders geachtet. Die beheizte Gebäudehülle wurde deutlich besser gedämmt, als nach den Anforderungen für Neubauten gemäß der aktuell geltenden EnEV (Energieeinsparverordnung) 2016 erforderlich gewesen wäre. Für die Erzeugung der Heizwärme und Warmwasserbereitung wurde vom Sachverständigen Energieeffizienzexperten (Hartmut Minde, ISM Ing.-Büro Scholz & Minde GmbH) ein Blockheizkraftwerk als KWK-Anlage (KWK = Kraft-Wärme-Kopplung) mit einem zusätzlichen Gas-Brennwert-Gerät als Spitzenlasterzeuger gewählt und in Zusammenarbeit mit der Versorgungsbetriebe Hann. Münden GmbH (VHM) in der Dimensionierung abgestimmt. Die Anlage wurde von der Mündener Firma Thiedemann GmbH im Auftrag der VHM in einem der neuen Gebäude auf dem Grundstück errichtet und wird an diesem Standort durch die VHM im Wärmelieferservice betrieben.

„Der Bauherr ist davon überzeugt, dass die VHM als ortsansässiger Versorgungsbetrieb im Zusammenhang mit der gut gedämmten Gebäudehülle der ideale Partner für eine nachhaltige Energieversorgung der hier neu entstanden Wohnungen sein wird“, sagt dazu Planer Hartmut Minde. Für die Trinkwasserversorgung wurden von der Firma Thiedemann moderne Frischwasser-Module für die komfortable und hygienische Trinkwassererwärmung eingesetzt.

Die Ausführung

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Die Vergabe der Bauleistungen erfolgte an Einzelgewerke mit dem ausdrücklichen Wunsch von Dirk Minde, möglichst viele ortsansässige Firmen, zumindest aber Firmen aus der Region, bei der Vergabe zu berücksichtigen, sofern dieses im Rahmen der Kostenkalkulation möglich ist. Die Vergabe gestaltete sich zum Teil dennoch schwieriger als zunächst angenommen, da das Bauvorhaben insbesondere für einzelne Ausbaugewerke für die Stadt Hann. Münden und auch für die Region relativ umfangreich erschien und einige ortsansässige Firmen nicht die Kapazität für den Umfang des Vorhabens gehabt hätten. Vermutlich hätten sie bei Zusage zu dem Projekt die übrigen Kunden nicht mehr ausreichend bedienen können.

Trotzdem ist es gelungen, alle Gewerke zu angemessenen Konditionen an Firmen aus der Region zu vergeben und das Vorhaben trotz der Witterung ohne nennenswerte Auseinandersetzungen termingerecht fertigzustellen. Einen großen Anteil daran haben insbesondere die mit Abbruch-, Erdbau-, Rohbau- und Außenanlagen beauftragte ortsansässige Firma F.W. Kirchner Baugeschäft GmbH, die mit Heizungs-, Sanitär-, Lüftungs- und Elektroarbeiten beauftragte Firma Daume GmbH mit Hauptsitz in Duderstadt sowie die für Fenster, Innentüren und Garagentore zuständige Firma Tewes und Hildebrand aus Niemetal-Ellershausen. (zpy)

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