Bis zu 60 minderjährige Flüchtlinge kommen nach Münden

Hann. Münden. Der Landkreis Göttingen weitet sein in Niedersachsen einzigartiges Modellprojekt zur Betreuung unbegleiteter minderjähriger Flüchtlinge aus.

Bis zu 60 junge Menschen aus Eritrea, Afghanistan, Syrien und dem Irak sollen so in Hann. Münden ein neues Zuhause finden.

Das teilte Kreisrat Marcel Riethig bei einer Pressekonferenz am Donnerstagabend mit. Unterstützung werde der Landkreis dabei von der Stadt Hann. Münden erhalten, wie Bürgermeister Harald Wegener versicherte.

Aktualisiert um 17.53 Uhr

Zusammen mit der Jugendhilfe Südniedersachsen betreue man derzeit 144 minderjährige Flüchtlinge im Landkreis, berichtete Holger Melchert von der Jugendhilfe Südniedersachsen. 36 davon würden momentan darauf warten, dass 21 Wohnungen des Bauvereins in Hann. Münden bezugsbereit seien. Man rechne damit, dass Anfang August die ersten Unterkünfte fertig sind, so Melchert. Insgesamt plane man bis zu 60 minderjährige Flüchtlinge in Hann. Münden unterzubringen.

Die Inobhutnahme dieser Flüchtlinge ist Aufgabe des Landkreises und wird vom Jugendamt umgesetzt. Mit der sozialpädagogischen Betreuung ist die Jugendhilfe vom Landkreis beauftragt worden. „Mit unserem Programm werden die Jugendlichen entweder in Gastfamilien oder dezentral in Wohnungen untergebracht“, sagt Melchert. „Ziel ist es, dass sie sich in ihrer neuen Heimat zurechtfinden und einen Schul- und Berufsabschluss erlangen.“

Dafür sei nach der Ankunft der Flüchtlinge eine intensive Betreuung durch pädagogisches Personal notwendig. In Hann. Münden werde dieses in den Räumen der Kurhessenkaserne untergebracht. Finanziert werde die Betreuung und Unterbringung vom Landkreis, so Riethig. Die Kosten für Wohnungen würden aber vom Land zurückerstattet werden. Das Personal habe den Landkreis im vergangenen Jahr etwa eine Million Euro gekostet.

Rubriklistenbild: © dpa

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